Rose will gegen Brügge "aufs Gaspedal steigen". Nach dem 1:2 in Brügge steht Fußball-Serienmeister Salzburg in der Europa League unter Druck.

Von APA Red. Erstellt am 20. Februar 2019 (15:40)
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Salzburg-Trainer Marco Rose ist guter Dinge

Die "Bullen" brauchen im Heimrückspiel am Donnerstag (18.55 Uhr/live DAZN) zumindest einen Treffer, um den Aufstieg ins Achtelfinale zu fixieren. "Wir werden aufs Gaspedal steigen", gelobte Coach Marco Rose. Er muss dabei aber auf Stürmer Fredrik Gulbrandsen und Innenverteidiger Andre Ramalho verzichten.

Gulbrandsen laboriert an einer Oberschenkelverletzung und könnte etwa von Takumi Minamino vertreten werden. Oder aber die vielversprechende 18-jährige Winter-Verpflichtung Erling Haaland kommt nach einem Kurzeinsatz im Cup erstmals von Beginn an zum Zug. Fix muss auch der gelbgesperrte Ramalho passen. Dessen eigentlicher Partner in der Innenverteidigung, Marin Pongracic, ist an der Wade blessiert. Rose zeigte sich aber optimistisch. In jedem Fall stehen mit Jerome Onguene und Neuzugang Albert Vallci zwei Alternativen zur Verfügung.

Rose, der eine Woche zuvor seine erste Pflichtspielniederlage in der laufenden Saison hinnehmen hatte müssen, erwartete ein "K.o.-Duell auf hohem Niveau" und hoffte auf gefüllte Tribünen in der 29.520er-Arena. Am Donnerstag waren nach Clubangaben rund 23.500 Karten abgesetzt. "Wir haben alle Chance vor vollem Haus. Die Mannschaft muss ihre Energie auf die Fans übertragen", stellte der Deutsche klar. Zupass käme seiner Truppe zudem, dass man diesmal keinen Kaltstart hinlegen muss. "Wir sind eine Woche weiter, haben mehr Spiele in den Beinen."

Eines will man sich wohl nicht noch einmal erlauben: Dass man von Brügge nach einer aus eigener Sicht durchaus gelungenen ersten Hälfte samt 1:0-Führung "erdrückt" wird. Da diktierten die Belgier ob ihrer physischen Stärke das Geschehen und belohnten sich mit Treffern von Stefano Denswil (64.) und des körperlich herausragenden Brasilianers Wesley (81.). "Natürlich kann man an der Physis von Wesley abprallen", meinte Rose, "aber auch wir sind physisch stark und können marschieren. Wir wollen dem Spiel mit hoher Intensität und Laufbereitschaft unseren Stempel aufdrücken."

Dass die "Bullen" Rückstände wettmachen können, haben sie schon im Vorjahr beim Europa-League-Erfolgslauf bewiesen. Sowohl im Viertelfinale gegen Lazio Rom als auch im Halbfinale gegen Olympique Marseille holte man eine Auswärtsniederlage zu Hause noch auf. Gegen die Franzosen kam dann allerdings in der Verlängerung das Aus. "Lazio ist eine schöne Erinnerung, man kann sich schon die eine oder andere Szene anschauen", meinte Tormann Alexander Walke. Beruhigend könnte auch der Umstand wirken, dass Salzburg auf europäischer Ebene seit 16 Heimspielen ungeschlagen ist und zwölf Partien davon gewonnen hat.

Rose lobte den Gegner als "Mannschaft mit einer klaren Idee, mit einem physisch unglaublichen starken Wesley und mit strategisch denkenden Spielern". Verborgen blieb auch ihm nicht, dass Brügges Mini-Krise vorbei zu sein scheint. Nach dem Sieg über Salzburg setzte sich die Elf von Trainer Ivan Leko im belgischen Ligaschlager gegen Leader Genk mit 2:1 durch. "Sie haben sich Selbstvertrauen geholt", sagte Rose. Verstecken müssen man sich vor dem Champions-League-Umsteiger aber keineswegs: "An einem richtig guten Tag erledigen wir diese Aufgaben."