SMS gilt nicht als Nachweis über ein negatives Ergebnis. Eine SMS-Bestätigung über einen negativen Corona-Status gilt nicht als Passierschein beim Besuch von körpernahen Dienstleistungen, weil sie keinen Namen beinhaltet und daher keiner konkreten Person zugewiesen werden kann.

Von Ondrej Svatos. Update am 17. März 2021 (14:06)
Frisör Coronavirus Symbolbild
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Friseursalons, Kosmetikstudios oder Tätowierer. Das sind einige Beispiele von Betrieben, die von ihren Kunden nur mit einem negativen Corona-Testergebnis betreten werden dürfen. Doch viele Besucher weisen ihren COVID-Status falsch vor. Nämlich nur mit einer SMS-Bestätigung. Die ist aber kein gültiger Nachweis über ein negatives Testergebnis, da sie keiner konkreten Person zuzuordnen ist.

Laut Covid-19-Verordnung dürfen Betreiber von körpernahen Dienstleistungen ihre Kunden nur dann einlassen, wenn diese ein Testzertifikat (mit QR-Code auf Testzettel herunterzuladen) als Nachweis über ein negatives Ergebnis nach Antigentest oder PCR-Untersuchung vorweisen können. Die Probenabnahme darf nicht älter als 48 Stunden (Antigen) bzw. 72 Stunden (PCR) sein. Die körpernahen Dienstleister sind zudem verpflichtet, Name, Geburtsdatum und die Gültigkeitsdauer des Nachweises zu kontrollieren. Diese Daten sind nur mit SMS-Bestätigung nicht prüfbar.

Hassan Abas, Besitzer eines Haarstudios in St. Pölten gibt an, dass seine Kunden meistens nur die SMS-Bestätigung auf ihrem Smartphone vorzeigen.

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Mit Corona-Test zum Friseur. SMS alleine reicht nicht aus!
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„In solchen Fällen weisen wir unsere Kunden darauf hin, dass sie uns zusätzlich ein Testzertifikat vorweisen müssen, ansonsten werden sie nicht bedient”, ergänzt der Hairstylist. Laut ihm häufen sich die Fälle, bei denen seine Salonbesucher zwar angeben, dass sie über ein negatives Testergebnis verfügen, aber bei Nachfrage keine Bestätigung vorlegen können. „Diese Besucher dürfen wir leider nicht bedienen”, sagt Abas.

Und das obwohl sein Haarstudio derzeit wesentlich weniger Kunden verzeichnet als vor der Corona-Pandemie. „Wir machen kein Geschäft mehr, unsere Gäste kommen nicht so frequentiert wie früher”, beklagt Hassan Abas. Der Friseur begründet diese Tatsache damit, dass seine Kunden Angst vor einer möglichen Stigmatisierung haben, da wenn ihr Ergebnis positiv wäre, müsste sich dadurch ihr ganzes Arbeitsumfeld in Quarantäne begeben.

Sein Team wird aber trotzdem weiterhin auf die Vorlegung der negativen Bestätigung bestehen. Denn die Einhaltung dieser Verordnung wird auch vermehrt von der Polizei kontrolliert. Die Exekutive soll laut Abas bereits dreimal in Zivilkleidung seinen Salon aufgesucht haben. „Sie verhalten sich wie normale Kunden und danach geben sie sich als Polizisten zu erkennen. Abschließend kontrollieren sie die negativen Testzertifikate”, sagt der Friseur und ergänzt: „Hätten wir eine Ausrede über den nicht vorhandenen negativen COVID-Nachweis durchgelassen, hätten wir eine saftige Strafe kassiert”.