"Erhebliche" Lawinengefahr in Tirol und Vorarlberg. Die Lawinengefahr in Tirol und Vorarlberg ist am Sonntag mit Stufe "3", also erheblich, eingestuft worden.

Von APA Red. Erstellt am 17. März 2019 (11:17)
APA (Symbolbild)
Lawinenwarnungen sollte man nicht ignorieren

Damit hat sich die Gefahrenlage etwas entspannt. Oberhalb von 2.200 Meter müssten Triebschneeansammlungen "vorsichtig beurteilt werden", warnten die Lawinenkommissionen. In Salzburg wurden am Samstagnachmittag zwei Tourengeher von einem Schneebrett mitgerissen, sie blieben unverletzt.

Das Schneebrett im Tennengebirge dürfte von zwei unbekannten Tourengehern ausgelöst worden sein, berichtete die Polizei. Die beiden Alpinisten wurden zum Glück nicht verschüttet. Die Schneemassen hatten eine Größe von etwa 300 mal 300 Meter. Augenzeugen des Unglücks alarmierten die Bergrettung. Schwer geschockt wurden die zwei Tschechen mit dem Polizeihubschrauber ins Tal geflogen. Die Suche nach anderen möglichen Verschütteten verlief negativ. Am Einsatz waren unter anderem 20 Bergretter, zwei Lawinenhunde, der Rettungshubschrauber "Martin 1" und der Polizeihubschraubers "Libelle" beteiligt.

Vor allem im Laufe des Tages steigt mit der Erwärmung die Gefahr von Nass- und Gleitschneelawinen, warnten die Experten. Diese umfangreichen Triebschneeansammlungen der letzten Tage bleiben jedenfalls störanfällig. Durch die geringe Zusatzbelastung können einzelne Wintersportler an vielen Orten Lawinen auslösen, mahnen die Sachverständigen zu erhöhter Vorsicht in Rinnen, Mulden und hinter Geländekanten. Von Touren- und Variantenabfahrten wird Zurückhaltung gefordert.