French Open starten eine Woche später. Die French Open der Tennisprofis werden wegen der Coronavirus-Pandemie vorerst um eine Woche nach hinten verschoben.

Von APA / BVZ.at. Update am 08. April 2021 (13:39)
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Die Organisatoren von Roland Garros bestätigten am Donnerstag einen Bericht der Sporttageszeitung "L'Equipe". Das Turnier, das für Österreichs Topstar und US-Open-Sieger Dominic Thiem das erklärte Ziel dieses Jahres ist, soll nun vom 30. Mai bis 13. Juni in Szene gehen. Nicht nur hinter den Kulissen hat das für einige Aufregung gesorgt.

Bereits in der vergangenen Woche hatte die französische Sportministerin Roxana Maracineanu Überlegungen zu einer möglichen Verschiebung bestätigt. Durch den späteren Termin erhoffen sich die Organisatoren mehr Zuschauer beim Sandplatz-Turnier im Stade Roland Garros. In ganz Frankreich sind seit vergangenem Wochenende für mindestens vier Wochen strengere Corona-Maßnahmen in Kraft, in Paris galten sie zum Großteil bereits zuvor.

Durch die neue Terminisierung kommt es nach aktuellem Stand zu einer Kollision mit dem bisher geplanten Start der Rasen-Saison. Am 7. Juni sollen unter anderem die Turniere in Stuttgart, Nottingham und in 's-Hertogenbosch beginnen. Stuttgart mit dem österreichischen Veranstalter Edwin Weindorfer von emotion will jedenfalls am Termin festhalten, die Verschiebung ist wie schon vor einem Jahr mit der ATP nicht einmal abgesprochen worden. "Wir wollen trotzdem mit dem MercedesCup als Start der Rasensaison zum geplanten Termin vom 5. bis 13. Juni festhalten", betonte Weindorfer in einer Aussendung.

Im vergangenen Jahr konnten die French Open wegen der Coronavirus-Pandemie überhaupt erst Ende September beginnen. Heuer soll es Ende Mai losgehen.

Der Direktor des Grand-Slam-Boards, in dem alle vier Grand-Slam-Turniere vertreten sind, unterstützt diese Entscheidung. "Wir sind weiterhin in sehr herausfordernden Zeiten für die ganze Welt und auch wenn man für die Zukunft optimistisch sein kann, ist es klar, dass wir noch immer mitten in einer Pandemie leben", erklärte Ugo Valensi. Man werde für die herausragendsten Ereignisse des Tennissports, die die Majors eben sind, alles Mögliche tun, dass diese erfolgreich ausgetragen werden können. "Daher wird die Entscheidung des Französischen Tennisverbands (FFT), Roland Garros um eine Woche zu verschieben, vom Grand-Slam-Board voll unterstützt."

In einem gemeinsamen Statement der Spielerorganisationen ATP und WTA wurde die Entscheidung respektiert. "Um die Herausforderungen der Pandemie zu meistern, hat man im Tennis in den vergangenen zwölf Monaten einen flexiblen Zugang zum Spielkalender haben müssen. Das ist weiterhin der Fall", so ATP und WTA. Mit den betroffenen Turnieren vor und nach den French Open wird an einer Optimierung des Kalenders gearbeitet, Lösungen werden in weiterer Zukunft bekanntgegeben, hieß es.

Hinter den Kulissen dürfte es aber weniger diplomatisch zugehen. Der Rasenklassiker in Wimbledon, der im Vorjahr ganz abgesagt werden musste, wird sich terminlich nicht bewegen. Die Organisatoren verkündeten kurzerhand die Verkürzung der Rasensaison vor Wimbledon von drei auf zwei Wochen. "Die Championships werden wie geplant am 28. Juni beginnen. Die Rasensaison zwischen Roland Garros und Wimbledon wird ab 2022 wieder auf drei Wochen erhöht."

Ob die Verschiebung der French Open um eine Woche überhaupt reichen wird, wird die Entwicklung der nächsten Wochen zeigen. Gerüchte, wonach man sich in Paris auch eine neuerliche Austragung im Herbst wie schon 2020 vorstellen könne, werden sich bis dahin wohl halten.