Mordverdacht im Fall des toten Fernfahrers . Im Fall eines am 23. Juni auf einem Parkplatz bei Kufstein in Tirol leblos in der Fahrerkabine aufgefundenen Lkw-Lenkers geht die Innsbrucker Staatsanwaltschaft von einem Gewaltverbrechen aus.

Von Redaktion, APA. Erstellt am 19. Juli 2019 (09:27)
APA (Webpic)
Mordermittlungen nach Obduktion der Leiche des toten Fernfahrers

Man habe ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des Mordes eingeleitet, sagte ein Staatsanwaltschaftssprecher der APA und bestätigte einen Bericht der "Tiroler Tageszeitung".

Die Ermittlungen zur Ausforschung des Täters waren im Gange. Bei dem Toten, der von einem Kollegen aufgefunden wurde, handelt es sich laut Staatsanwaltschaftssprecher Hansjörg Mayr um einen 55-jährigen Ukrainer. Er soll erschlagen worden sein. Die Obduktion ergab, dass der Mann an den Folgen einer stumpfen Gewalteinwirkung gegen den Kopf - er soll mehreren Schlägen ausgesetzt gewesen sein - starb.

Das mutmaßliche Verbrechen ereignete sich auf einem Parkplatz im Gewerbegebiet Kufstein-Süd. Der Fernfahrer soll dort wegen des Wochenendfahrverbots festgesessen sein. Der Ukrainer war offenbar nicht allein, auch andere Lkw-Fahrer waren zugegen.

Laut dem "TT"-Bericht soll am Parkplatz am Abend vor der Tat eine Feier unter den Lkw-Lenkern stattgefunden haben, an der auch das später Opfer teilnahm. Jede Menge Alkohol soll geflossen sein. Schließlich soll die Feier außer Kontrolle geraten und es zu Handgreiflichkeiten gekommen sein. Dass ein Kollege des Lkw-Fahrers bei einer Befragung angab, dass er kurz vor dessen Tod mit dem Opfer über Funk gesprochen habe und dieser von bei einer Schlägerei erlittenen schweren Kopfverletzungen erzählte, wollte Mayr indes nicht bestätigen.