Nach Bluttat: Pitten steht unter Schock. Zwei Tage nach dem schrecklichen Mord in einer Pizzeria in Pitten sind der Schock und die Trauer innerhalb der Bevölkerung groß.

Von Tanja Barta. Erstellt am 22. Januar 2020 (13:28)

Unter Tränen legt eine Frau am Mittwochvormittag Blumen vor die geschlossene Tür der Pizzeria Pitten. Sie zündet eine Gedenkkerze an und stellt sie zu jenen dazu, die bereits rund um das Bild eines Mannes platziert wurden.

Was letzten Montag um die Mittagszeit in der kleinen Gemeinde passiert ist ( wir hatten berichtet, siehe hier und unten), ist für viele noch immer unbegreiflich. Kurz nach 11 Uhr wurde die Polizei in die Pizzeria gerufen. Dort fand sie einen leblosen Mann vor - erstochen. Der mutmaßliche Täter, der Besitzer der Pizzeria, wurde bereits festgenommen, U-Haft wurde beantragt, NÖN.at berichtete bereits.

Die NÖN Neunkirchen machte sich zwei Tage nach der Bluttat auf in die Gemeinde. Während einige Nachbarn nicht über die Tat sprechen wollen, können andere wiederum ihren Schock kaum in Worte fassen. So auch eine der Nachbarn der Pizzeria, Frau Möller. "Ich habe im ersten Moment ja nichts mitbekommen. Ich habe dann nur um 11.30 Uhr die Polizei hier stehen sehen. Später kamen dann Fernsehteams und da fragte ich dann nach", erzählt sie der NÖN.

Sie kann nicht fassen, dass ein Streit so derart eskalieren konnte. "Was ich gesehen habe, waren sie hier immer fleißig. Am Sonntag hat sogar noch ein Mann hier heraußen zusammengekehrt", erinnert sie sich.

Die Besitzer der Pizzeria hat Frau Möller nicht gekannt. "Mein Sohn hat nur einmal eine Pizza geholt", so die Nachbarin.  Und auch sonst seien die Pizzeria bzw. deren Betreiber nie auffällig gewesen. "Das waren fleißige Unternehmer, die immer viel unterwegs waren und alles auslieferten. Sie sind eigentlich nie aufgefallen", erzählt wiederum ein anderer Nachbar. 

Der Schock nach der schrecklichen Tat sitzt nach wie vor bei allen tief: "Es ist furchtbar, wenn man so etwas hört. Das war ja eigentlich der direkte Nachbar", so eine weitere Stimme aus der Bevölkerung. "Der Bub tut mir wirklich sehr leid. Sowas ist bei uns, seitdem ich denken kann, noch nie geschehen!"