R. Kelly muss vorerst in Haft bleiben. Der wegen sexuellen Missbrauchs angeklagte US-Sänger R. Kelly muss nach erneuten Vorwürfen vorerst in Haft bleiben. Ein Richter in Chicago lehnte es am Dienstag ab, den Musiker ("I Believe I Can Fly") gegen Kaution freizulassen. Damit muss der 52 Jahre alte Kelly nun zunächst in Chicago hinter Gittern bleiben, bis er nach New York gebracht wird, um sich dort weiteren Vorwürfen zu stellen.

Von Redaktion, APA. Erstellt am 17. Juli 2019 (05:44)
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Anwalt Michael Avenatti spricht über die Vorwürfe gegen den Musiker

Die Staatsanwaltschaft in Chicago wirft dem früheren Superstar 13 Anklagepunkte vor, unter anderem die Produktion von Kinderpornografie und Behinderung der Justiz. Die Staatsanwaltschaft im New Yorker Stadtteil Brooklyn wirft Kelly fünf Anklagepunkte vor, unter anderem Erpressung. Insgesamt geht es bei den neuen Anklagepunkten um die Misshandlung von zehn Frauen, von denen acht zur Tatzeit minderjährig waren. Kelly plädiert auf nicht schuldig.

Dem Sänger waren in den vergangenen Monaten bereits zahlreiche Anklagepunkte zur Last gelegt worden, unter anderem ein schwerer sexueller Übergriff. Der Musiker hatte auf nicht schuldig plädiert und war gegen Kaution freigekommen. Seinen Kritikern hatte Kelly, der mit rund 50 Millionen verkauften Alben und zahlreichen Auszeichnungen jahrelang als einer der erfolgreichsten R&B-Künstler gegolten hatte, immer wieder Rufmord-Kampagnen vorgeworfen.

Die ersten Anschuldigungen gegen den aus Chicago stammenden Musiker mit dem bürgerlichen Namen Robert Sylvester Kelly waren vor rund 20 Jahren bekannt geworden. Neues Aufsehen erregten in den vergangenen Monaten Vorwürfe der TV-Dokumentation "Surviving R. Kelly".