Polizeieinsatz bei Derby vor Gericht am Prüfstand. Am 16. Dezember fügte die Austria ihrem Erzrivalen Rapid in der eigenen Generali-Arena am Favoritner Verteilerkreis ein historisches 6:1 Debakel zu. 1.338 Rapid-Anhänger bekamen diese Schlappe nicht mit, denn sie wurden in Stadionnähe von der Wiener Polizei sieben Stunden lang festgehalten. Ab Freitag soll am Verwaltungsgericht in Wien-Döbling geklärt werden, ob der Einsatz verhältnismäßig war.

Von APA Red. Erstellt am 14. Juni 2019 (01:30)
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Das Ergebnis der Partie verkam schnell zur Nebensache

Das Verfahren wurde unter anderem von der "Rechtshilfe Rapid", die sich als "Solidargemeinschaft von Fans für Fans des SK Rapid" versteht, angestrengt. Die Polizei argumentierte, dass einige als Risikofans bekannte Männer unter den Teilnehmern des Marsches pyrotechnische Gegenstände, Getränkedosen und Schneebälle von der Laaer Berg-Brücke auf die Fahrbahn der Südosttangente (A23) geworfen und so für eine etwa zehnminütige Sperre der meistbefahrenen Strecke Österreichs gesorgt hätten. Die "Rechtshilfe" sieht darin aber keinen Grund, 1.338 Menschen sieben Stunden bei eisigen Temperaturen festzuhalten. Die Verhandlung ist auf drei Tage anberaumt.