Bischof Schwarz: Untreue-Ermittlungen abgeschlossen. Die Ermittlungen gegen den früheren Kärntner und nunmehrigen St. Pöltener Bischof Alois Schwarz wegen Untreue sind bereits abgeschlossen. Wie die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) am Donnerstag mitteilte, wurde in der Angelegenheit bereits ein Vorhabenbericht an die Oberstaatsanwaltschaft Wien übermittelt.

Von Redaktion, APA. Erstellt am 13. Juni 2019 (17:00)
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Bischof Alois Schwarz

Was in dem Vorhabenbericht steht, ob etwa eine Anklage angestrebt wird oder die Ermittlungen eingestellt werden sollen, wird nicht öffentlich bekannt gegeben. Die Justiz ermittelte gegen Schwarz und seine langjährige Vertraute wegen des Verdachts der Untreue. Angefangen hatte das Ganze mit dem Dienstvertrag der Frau, die nach ihrer Kündigung durch die Diözesanleitung das Arbeitsgericht angerufen hatte. Der Richter übermittelte damals sämtliche Unterlagen an die Anklagebehörde, die ein Verfahren einleitete.

Vorwürfe finanzstrafrechtlicher Natur werden von der WKStA aktuell noch geprüft. In dieser Angelegenheit hatte die Diözese Selbstanzeige erstattet. Es bestehe der Verdacht der Steuerhinterziehung bei einer Großspende im Zusammenhang mit einem Immobiliendeal, den das bischöfliche Mensalgut vor einigen Jahren abgewickelt hatte, hieß es damals.

Jagdeinladungen: Keine Ermittlungen gegen Alois Schwarz

Weitere Vorwürfe, bei denen es um Jagdeinladungen durch Schwarz in die Eigenjagd des Bistums ging, haben die Korruptionsermittler fallen gelassen. Schwarz, seit vergangenem Sommer Diözesanbischof in St. Pölten, hat sämtliche Vorwürfe stets zurückgewiesen.