Drei Gemeinden mit Mindestlohn-Beschluss. In den SPÖ-Hochburgen Minihof-Liebau und Mühlgraben wurde der Mindestlohn eingeführt - zuletzt auch in Rudersdorf.

Von David Marousek. Erstellt am 08. April 2021 (06:01)
Symbolbild
NOEN, Erwin Wodicka

In den Gemeinderäten wurden in den letzten Wochen Beschlüsse gefasst, den Mindestlohn von 1.700 Euro Netto für Gemeindebedienstete zu ermöglichen.

Seit Dezember 2020 ist dies durch eine Novelle des Gemeindebedienstetengesetzes durch das Land möglich. Gemeinden können via Beschluss selbst entscheiden, ob sie auf das neue Entlohnungsschema zugreifen wollen. Bei einem positiven Beschluss, können einzelne Gemeindebedienstete in weiterer Folge selbst entscheiden, ob sie auf das Mindestlohn-Modell des Landes umsteigen wollen.

Rudersdorf dafür, auch mit ÖVP-Stimmen

„Unsere Entscheidung war bis zum Schluss ziemlich offen, aber es war notwendig für unsere Mitarbeiter.“

Manuel Weber, Bürgermeister in Rudersdorf.

Die größte Überraschung bot sich wohl in der ÖVP-Gemeinde Rudersdorf. „Das war sehr überraschend für uns. In den Vorbesprechungen hieß es immer, das geht nicht. Am Ende waren 20:2 Gemeinderäte dafür“, freut sich Vizebürgermeister David Venus (SPÖ). Knapp über 20 Mitarbeiter haben laut Venus nun die Möglichkeit zum Umstieg.

Bürgermeister Manuel Weber (ÖVP) erklärt das Abstimmungsverhalten: „Unsere Entscheidung war bis zum Schluss ziemlich offen, aber es war notwendig für unsere Mitarbeiter. Es werden rund 100.000 Euro an Mehrkosten anfallen.“

Zwei weitere Gemeinden mit Mindestlohn

Die beiden SPÖ-Gemeinden Mühlgraben und Minihof-Liebau stimmten in den letzten Wochen den möglichen Wechseln auf das neue Tarifmodell zu.

„Wir haben den Mindestlohn einstimmig beschlossen. Es geht hier um die Mitarbeiter, damit diese auch richtig entlohnt werden. Bei uns betrifft das unter anderem den Bauhof, den Kindergarten und das Büro“, erklärte Minihof-Liebau-Bürgermeister Helmut Sampt den einstimmigen Beschluss im Gemeinderat.

Auch in Mühlgraben wurde laut Bürgermeister Fabio Halb einstimmig entschieden: „Wir haben einstimmig entschieden. Es ist ein sehr wertschätzendes Zeichen in Richtung Menschlichkeit. Ich habe mich auch bei allen Gemeinderäten dafür bedankt.“ In Mühlgraben seien unter anderem der Bauhof und der Reinigungsdienst betroffen.

„Wir haben den Mindestlohn einstimmig beschlossen. Es geht hier um die Mitarbeiter, damit diese auch richtig entlohnt werden. Bei uns betrifft das unter anderem den Bauhof, den Kindergarten und das Büro.“

Helmut Sampt, SPÖ-Bürgermeister in Minihof Liebau.

„Die Entscheidung war bis zum Schluss richtig offen. Es war notwendig für unsere Mitarbeiter.

Manuel Weber, ÖVP-Bürgermeister in Rudersdorf.

„Die Entscheidung im Gemeinderat war auch sehr überraschend für uns. In den Vorbesprechungen hieß es immer, das ginge nicht. Am Ende waren 20: 2 Gemeinderäte dafür. Die Entscheidung lohnt sich für knapp über 20 Mitarbeiter bei uns.“

David Venus, SPÖ-Vizebürgermeister in Rudersdorf.

„Wir haben einstimmig entschieden. Es ist ein sehr wertschätzendes Zeichen in Richtung Menschlichkeit. Ich habe mich auch bei allen Gemeinderäten dafür bedankt.“

Fabio Halb, SPÖ-Bürgermeister in Mühlgraben.