Lkw werden aus Orten verbannt. Die Entscheidung für das Lkw-Fahrverbot zwischen St. Martin an der Raab und dem Grenzübergang Bonisdorf fällt im Herbst.

Von Carina Fenz. Erstellt am 17. Juli 2019 (04:29)
Symbolbild
Von ssguy, Shutterstock.com

Das von vielen Gemeinden geforderte Fahrverbot für Lkw über 7,5 Tonnen zwischen dem Kreisverkehr bei St. Martin an der Raab und dem Grenzübergang Bonisdorf — eine vom Land Burgenland in Auftrag gegebene Verkehrsanalyse befürwortet dieses ebenfalls — könnte schon bald kommen. Der Jennersdorfer Gemeinderat hat sich erneut für eine Petition — es gab bereits eine Petition — ausgesprochen.

„Es ist die Flut an Lkws, die sich tagein, tagaus durch die Raxer-Hauptstraße schiebt. Jeder, der das nicht glaubt, sollte sich nur einmal für kurze Zeit an diese Straße setzen und sich selbst ein Bild machen“, heißt es dazu von der Bürgermeister-Liste JES, die jetzt Druck auf die Behörde erwirken möchte.

„Es ist die Flut an Lkws, die sich tagein, tagaus durch die Raxer-Hauptstraße schiebt. Jeder, der das nicht glaubt, sollte sich nur einmal für kurze Zeit an diese Straße setzen und sich selbst ein Bild machen“

Die Bezirkshauptmannschaft Jennersdorf führt aktuell das Verfahren, wenn dieses abgeschlossen ist, gibt es ein Ergebnis und somit auch eine Entscheidung.

„Das Verfahren ist bereits weit fortgeschritten. Wir warten derzeit auf die Stellungnahme des Sachverständigers. Mit einer Entscheidung ist aber in den nächsten Wochen — spätestens im Herbst zu rechnen“, erklärt Bezirkshauptmann Hermann Prem auf Nachfrage der BVZ.

"Mit einer Entscheidung ist aber in den nächsten Wochen — spätestens im Herbst zu rechnen"

Geht es nach der vom Land und dem Kuratorium für Verkehrssicherheit in Auftrag gegebenen Verkehrsanalyse würden bei einem Fahrverbot 79 Prozent weniger Lkws auf dieser Strecke fahren. Aktuelle Statistiken zeigen, dass rund 70 Lkw-Fahrer pro Tag dieses Straßenstück passieren, um Mautstraßen zu vermeiden. Rund 65 Prozent davon sind Lkws, die aus dem Ausland kommen.

Insgesamt würden diese Maßnahmen eine wesentliche Entlastung der Bevölkerung von Lärm und Luftverschmutzung sowie einen Beitrag zur Erhöhung der Verkehrssicherheit mit sich bringen.