Reitwegenetz: Schilder müssen weg. Während Jennersdorf die Beschilderung der Reitwege abschafft, bleiben die Orientierungstafeln in Mogersdorf und Heiligenkreuz erhalten. Eine Haftungsfrage!

Von David Marousek. Erstellt am 10. Juli 2019 (04:09)
BVZ

Am vergangenen Donnerstag entschied sich der Gemeinderat in Jennersdorf dazu, die Hilfstafeln für Reitwege, die von Deutsch Minihof bis an die Hottergrenze nach Jennersdorf führen, abzumontieren. Der Grund dafür: Der burgenländische Reitverein, der die Haftung für die Reitwege bislang hatte, wurde Ende 2018 aufgelöst.

„Jetzt gibt es zahlreiche Verträge über die Benützung, darunter auch mit vielen Privaten. Das ist eine Haftungsfrage, wobei uns das Reitwegenetz eher am Rande betrifft. Der Großteil befindet sich in anderen Gemeinden“, erklärt Jennersdorf-Bürgermeister Reinhard Deutsch die Entscheidung. Anders sieht es in Mogersdorf und Heiligenkreuz aus. Dort sollen die Markierungen weiterhin erhalten bleiben.

„Wir wollen die Beschilderung der Wege weiter behalten. Ich sehe die ganzen Verantwortungsprobleme nicht so, weil wir müssen als Gemeinde sowieso die Wege herrichten. Bei uns ist aber alles entweder Grund der Gemeinde oder der Kirche und mit der Kirche haben wir alles geregelt. Ein bisschen Verantwortung muss man schon übernehmen“, fasst der Bürgermeister von Mogersdorf, Josef Korpitsch, seine Sicht zusammen.

„Wir wollen die Beschilderung der Wege weiter behalten. Ein bisschen Verantwortung muss man schon übernehmen.“ Josef Korpitsch, Bürgermeister in Mogersdorf

Ähnlich sieht es auch sein Bürgermeisterkollege Edi Zach aus Heiligenkreuz. „Die Haftung auf gemeindeeigenen Wegen liegt ohnehin bei Gemeinden“, so Zach.

Die Markierungen dienen vor allem dem touristischen Reiten und zeigen einen Rundweg durch die gesamte Region von Jennersdorf.