5G-Mast ärgert Wallendorfer Bevölkerung. Gegen einen geplanten Sender in Wallendorf, streubt sich nun eine Bürgerbewegung. Betreiber A1 versucht zu beruhigen.

Von David Marousek. Erstellt am 06. August 2020 (06:05)
Symbolbild
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Im Zuge des bundesweiten Ausbaus des Glasfasernetzes, wurde auch Wallendorf auserkoren, einen neuen Sendemasten zu bekommen. Aktuell ist ein schwächer bestückter Sender im direkten Ortsgebiet auf Gemeindegrund zu sehen, der Neue wäre dann in einem nahen Waldstück auf einem Privatgrund. Dagegen streuben sich nun jedoch zahlreiche Bürgerinnen und Bürger. Vor allem der möglicherweise geplante 5G-Betrieb stößt den Bewohnern sauer auf.

Bestehender Beschluss in der Gemeinde

„Es gibt auch schon einen Gemeinderatsbeschluss gegen den geplanten Masten. Wir als Gemeinde wollen ihn dort nicht haben“, erklärt Mogersdorfs Bürgermeister Josef Korpitsch (ÖVP). Außerdem seien bei der Gemeinde bereits über 200 Unterschriften direkt aus der Ortschaft eingelangt, die sich gegen einen neuen Sendemast, der laut Bürgermeister eine Höhe von 42 Metern haben soll, aussprechen. Der angesprochene Sender solle übrigens bei der Bergkuppe am Berg in Wallendorf aufgebaut werden.

„Glasfaser heißt nicht gleich 5G-Netz“

Markus Halb, A1 Projektleiter im Südburgenland, versucht zu beruhigen: „Ich habe dem Bürgermeister schon mehrmals erklärt, dass das ein provisorischer Sender wird. Nur weil wir einen Sender mit Glasfaser anbinden, muss das nicht automatisch 5G sein. Das bleibt ein 4G-Sender und Stand heute ist da auch nicht mehr geplant.“ Das irgendwann einmal mehr gesendet wird, ist jedoch nicht ganz vom Tisch. „Ob daraus mal 5G wird, das kann man nie ausschließen. Das ist jedoch auch von der Regierung so gewollt. Auch die Partei des Bürgermeisters will das so. Mit diesem Thema wird viel Angstmache betrieben“, führte Halb weiter aus. Der Standort sei bereits vom Bund gefördert und der alte Sender würde abgebaut werden.

Bürgermeister Josef Korpitsch und seine Ortsbevölkerung wehren sich gegen einen neuen Sendemast
BVZ

Von gar „Schimmelbriefen“ an Gemeindevertreter und „politisch motivierten“, sowie „unwirksamen Beschlüssen“ in Gemeinden, spricht die Presseabteilung des Forum Mobilkommunikation über die aktuelle 5G-Thematik. Bürgermeister Josef Korpitsch verweist auf die Meinung der Ortsbevölkerung und auf die geplante Gemeinderatssitzung in dieser Woche: „Wir werden uns dort mit den Anträgen befassen.“