"Den Burgenländern hier geht es gut!". Der gebürtige Zahlinger Peter Drauch wohnt seit über 30 Jahren in den USA. Er erzählt über seine aktuelle Situation.

Von David Marousek. Erstellt am 17. Mai 2020 (04:10)
Heimatbesuch 2019. Peter Drauch mit Mama Theresia und Harald Drauch, Rudi Drauch und Julius Drauch.
Drauch

Eigentlich hatte der Auslandsburgenländer Peter Drauch schon seine Reise in die Heimat diesen Sommer geplant, der Coronavirus machte ihm jedoch einen Strich durch die Rechnung. „Wir wären circa 28 Leute aus New York gewesen, die im Sommer zum Picknicken nach Moschendorf gekommen wären“, erklärt der gebürtige Zahlinger. Auch die Übernachtung im Schwabenhof war schon fixiert, nun musste verschoben werden.

Die Lage in den USA sei jedoch ruhig. „Ich kann mich nicht beklagen. Wobei ich nur zur Arbeit pendle und direkt wieder nach Hause“, führt Drauch aus. Touristenorte wie den Times Square vermeidet er zurzeit. Die Restaurants hätten sowieso geschlossen, nur Supermärkte und Baumärkte haben offen. In seiner neuen Heimat arbeitet Drauch in einer Energiefabrik. Systemerhalter, wie es bei uns heißt. Pause in seinem Beruf gab es keine. Seine beiden Töchter traf es da schon härter: „Eine Tochter ist Lehrerin und sie arbeitet jetzt von zuhause. Die Andere geht in eine Schule für Physiotherapie, da war jetzt lange nichts.“

„Die Gemütlichkeit des Burgenlandes geht ab“

Auch mit den anderen Auslandsburgenländern hält er stetig Kontakt. „Ein paar haben sich angesteckt, aber alle sind gesund geworden.“ Laut seinen Freunden und Bekannten sei die Lage im Burgenland viel besser: „Ich telefoniere immer wieder und es hört sich besser an. Da gibt es auch viel mehr Platz und Raum, im Gegensatz zu New York. Die Gemütlichkeit des Burgenlandes geht mir ab. Es gibt kein besseres Land, als das Burgenland.“ In New York wohnt der Zahlinger in einem Zweifamilienhaus mit seinen Schwiegereltern. Der Schwiegervater sei 92 Jahre alt, gerade deshalb müsse er sich selbst auch schützen. Und noch eine weitere Sache vermisst der gebürtige Zahlinger: „Zum Heurigen oder in einen Buschenschank zu gehen, das wäre jetzt super.“