Ringen um Dorfschule. Die Henndorfer Bevölkerung kämpft um seine Schule. Am 22. Mai soll es nun ein klärendes Gespräch geben.

Von David Marousek. Erstellt am 14. Mai 2020 (05:55)

Anfang des Jahres schickte die Bildungsdirektion einen Maßnahmenkatalog an die Stadtgemeinde. Diese müssen für einen weiteren Betrieb der Schule erledigt werden. „Auf Aufforderung des Bürgermeisters wurde das Gebäude besichtigt. Ein Maßnahmenkatalog, der zu erfüllen ist, wurde an die Gemeinde geschickt (siehe Infobox rechts)“, stellt Bildungsdirektor Heinz Zitz fest.

Das die charmante Henndorfer Volksschule schon einige Jahre hinter sich hat, sieht man auch an den Ölöfen, die in den beiden Klassenzimmern stehen. Diese gehören laut Bildungsdirektion getauscht. Vor über 134 Jahren wurde die Volksschule gegründet. Betroffene Eltern kämpfen um den Erhalt der Schule und dafür Gehör zu bekommen. 
David Marousek

Laut dem Bauausschussleiter Josef Feitl soll eine Summe zwischen 300.000 und 500.000 Euro für die Renovierung nötig sein. Deshalb wurde in den letzten Tagen viel diskutiert, ob die Wirtschaftlichkeit bei einer Dorfschule im Vordergrund stehen solle. Die Eltern der Henndorfer Volksschüler kritisierten vor allem die Kommunikation der Gemeinde: „Also kommen wir endlich ins Gespräch. Wir sind überzeugt, es gibt für alles eine Lösung!“, heißt es auf der Facebookseite „Lasst die Schule im Dorf“, die von der Elterninitiative gegründet wurde. Nun wurde auch ein Termin für eine Aussprache gefunden.

Verkauf der Schule ist keine Option

Am 22. Mai soll im Gasthof Leiner ein Treffen der Bauausschussmitglieder und der Ortsbevölkerung stattfinden. Bürgermeister Deutsch will dabei eine „nüchterne Gegenüberstellung“ vorbringen. „Wir müssen uns auch für die Jahre danach Gedanken machen“, erklärt Deutsch. Ein Verkauf des Gebäudes sei keine Option. Die Eltern hoffen auf ein „ergebnisoffenes Gespräch“: „Einfach zu sagen, das kostet jetzt so viel und deswegen geht es nicht, ist zu kurz gedacht. Denn eine Schule ist wie ein Kulturzentrum. Einmal zu, immer zu.“

Das die charmante Henndorfer Volksschule schon einige Jahre hinter sich hat, sieht man auch an den Ölöfen, die in den beiden Klassenzimmern stehen. Diese gehören laut Bildungsdirektion getauscht. Vor über 134 Jahren wurde die Volksschule gegründet. Betroffene Eltern kämpfen um den Erhalt der Schule und dafür Gehör zu bekommen. 
David Marousek

Am 6. Mai ging außerdem eine Aufsichtsbeschwerde an die Gemeindeaufsicht des Landes ein. „Die Eingabe wird geprüft, eine Behandlung als Aufsichtsbeschwerde würde nach den Bestimmungen der Gemeindeordnung erfolgen“, heißt es dahingehend von der Behörde. Das Dokument wurde auch der BVZ zugespielt. Darin wird Ortsvorsteher Alexander Schweizer (ÖVP) als „untätig“ bezeichnet und „Druck durch den Bürgermeister“ wird in den Raum gestellt. Das weist Schweizer von sich: „Ich habe das im Gemeinderat öfters angesprochen.“ Einen Ortsausschuss zum Thema gab es in jüngster Vergangenheit übrigens nicht.