Aasplatz-Mahnmal prämiert. Der Entwurf „245 - Minuten, Tage, Jahre“ der Siegendorferin Jasmin Trabichler wurde zum Gewinnerprojekt gekürt.

Von David Marousek. Erstellt am 19. September 2020 (05:43)

Aus einer Vielzahl von Einreichungen wurde von der anwesenden Jury, einstimmig der Entwurf der Siegendorferin Jasmin Trabichler ausgewählt. Ihr Projekt, das aus drei Ebenen, zwei Bildern, einer Texttafel und einer blauen Glasfläche besteht, soll an die 29 ermordeten ungarisch-jüdischen Zwangsarbeiter, während des Zweiten Weltkriegs, auf dem ehemaligen Aasplatz erinnern. „Es ist ein sehr zukunftsorientierter, künstlerischer Zugang. Die Menschen werden aktiv aufgefordert in einen Dialog zu treten. Die drei Ebenen, der freie Blick, der verstellte und der gefilterte, haben eine enge Beziehung zu dem, was hier geschehen ist. Das Verbrechen, das Verdrängen und endlich das Zurückholen, das Anerkennen dieses Platzes“, fasste die Jury ihre einstimmige Begründung zusammen.

Platz zwei erreichte das Projekt „Gedenkstätte Jennersdorf“ von Michael Feyer. Johann Berger wurde mit seinem „Schem“ Dritter. Ein konkretes Datum für die Errichtung gibt es noch nicht. „Wir können erst jetzt um Subventionen ansuchen, deshalb gibt es leider kein Datum“, erklärte Pulverturm-Obmann Moritz Gieselmann.