Jennersdorf

Erstellt am 16. Januar 2019, 04:00

von Carina Fenz

Sicher unterwegs im Bezirk. Im 24-Stunden-Schichtdienst sind sechs „Sicherheitspartner“ von Rohrbrunn bis Kalch unterwegs. Bis Ende des Jahres soll es die „Sicherheitspartner“ im ganzen Land geben .

Landeshauptmann-Stellvertreter Johann Tschürtz, Nationalrätin Petra Wagner und Christian Spuller.  |  Carina Fenz

Seit Jahresbeginn gehen die sogenannten „Sicherheitspartner“ auch im Bezirk Jennersdorf auf Patrouille. Bis jetzt waren die vom Land finanzierten Kontrollpersonen in neun Versuchsgemeinden in anderen burgenländischen Bezirken unterwegs.

Im Bezirk Jennersdorf wird die Aktion erstmals flächendeckend in allen Gemeinden angeboten. Sechs Sicherheitspartner wurden bisher aufgenommen, sie sorgen für einen durchgehend besetzten Schichtdienst im Gebiet zwischen Kalch und Rohrbrunn. Ihre Einsatzzeiten sind so eingeteilt, dass jeweils eine Person bezirksweit im Dienst ist. „Die Sicherheitspartner unternehmen Kontrollfahrten, sollen als Bindeglieder zwischen Polizei, Bürgern und Gemeinden dienen, melden auffällige Beobachtungen, arbeiten in der Schulwegsicherung mit und unterstützen die Polizei bei Absperrmaßnahmen im Einsatzfall“, erklärt Landesvize Johann Tschütz.

Bis Jahresende auch im Bezirk Güssing

Bis Jahresende sollen insgesamt bis zu 50 Sicherheitspartner in allen burgenländischen Bezirken — also auch Güssing - installiert sein. Pro Jahr kostet die Initiative 1,2 Millionen Euro. Davon übernimmt 700.000 Euro das Land und 500.000 Euro das Innenministerium.

Bei der Personalsuche wirkt das AMS mit. Für den Bezirk Jennersdorf wurden sechs Langzeitarbeitslose im Alter zwischen 45 und 60 Jahren angestellt. Sie sind durch Dienstkleidung und Dienstauto auch äußerlich als Sicherheitspartner erkenntlich. Seit Oktober 2016 haben die „Sicherheitspartner“ im Burgenland rund 2.000 Ereignisse gemeldet. Die Erweiterung auf den Bezirk Jennersdorf sei „ein großer Gewinn für die Region“, ist Nationalrätin Petra Wagner (FPÖ) überzeugt. Geplant sei, die Sicherheitspartner mit Digitalfunk auszurüsten, so Christian Spuller, Geschäftsführer der Landessicherheitszentrale. Ob die eingesetzten Personen künftig auch behördliche Aufgaben übernehmen dürfen, müsse erst mit dem Regierungspartner SPÖ verhandelt werden, ergänzte Tschürtz (FPÖ).