Heiße Debatte um den Faschingsumzug. Mögliche Änderungen am Ablauf des traditionellen Faschingsumzuges sorgen nicht nur für Jubelschreie in der Stadt.

Von Carina Fenz. Erstellt am 13. März 2019 (04:22)
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Auch mehr eine Woche nach dem Faschingsumzug sind die Nachwehen in der Stadt noch deutlich spürbar. Nachdem Bürgermeister Reinhard Deutsch (Liste JES) in der Vorwoche meinte, dass „es ist nicht auszuschließen, dass es in Zukunft Änderungen am Ablauf und dem Format des gesamten Festes geben wird“, hat er damit eine hitzige Diskussion entfacht.

Der Grund für die von Ortschef Deutsch angekündigten „möglichen Änderungen am Ablauf des Formats“ sind zahlreiche Anrainerbeschwerden vorausgegangen, die vom Vandalismus der Feiernden geplagt sind, auch wenn es im heurigen Jahr keine Anzeigen gab. „Warum der Bürgermeister gerade jetzt von einem ‚neuen Format‘ spricht, ist mir unverständlich“, wundert sich Michael Kristan, Vorsitzender der Freiheitlichen Jugend.

Kristan wünscht sich Volksbefragung

Dass es bei so vielen Besuchern zu kleinen Reibereien komme, könne ja, so Kristan, jeder verstehen. Vielmehr sieht Kristan den Bürgermeister gefordert: „Jetzt ist Reinhard Deutsch gefordert, diese Erfolgsveranstaltung, die Jugendliche weit über die Bezirks- und Landesgrenzen nach Jennersdorf lockt, weiter auszubauen und aktiv daran mitzuwirken, dass man die wenigen – ohnehin jährlich wiederkehrenden – Beschwerden kommendes Jahr nochmals reduziert.“

Auch eine Volksbefragung könne sich der FJ-Vorsitzende vorstellen. Auch die ÖVP setzt sich für den Erhalt der Brauchtumsveranstaltung in dessen jetztiger Form ein. „Der Faschingsumzug muss bleiben. Alle Beteiligten müssen einen Weg finden, damit der Faschingsumzug unter optimalen Voraussetzungen — entsprechend dem Jugendschutzgesetz — abgehalten werden kann“, erklärt JVP-Obmann Michael Lang.

„Das Ende des Faschingsumzuges wäre ein harter Schlag. Ich hoffe, dass der UFC künftig mehr Unterstützung von der Stadtgemeinde bekommt“, erklärt auch Gemeinderat Oliver Deutsch (ÖVP) aus Rax.