Kulturverein gegründet: Verein als Sprachrohr. „JAMs“ will in Jennersdorf die Musiker erreichen, die noch nicht vollständig in die Gesellschaft integriert wurden.

Von David Marousek. Erstellt am 21. Mai 2020 (04:04)
Die beiden Musiker Milan Nemling und Oliver Stangl gründeten den Verein „JAMs“.
Milan Nemling

Die Jennersdorfer Vereinslandschaft ist um ein weiteres Mitglied reicher. Der Verein „JAMs“ (Jennersdorfer Allianz der Musikschaffenden) möchte laut den beiden Gründern Milan Nemling und Oliver Stangl als „Dachverband für alle Kulturvereine“ agieren. Besonders im Fokus stehen sollen dabei alle Musiker, die nicht in einer Kapelle oder einem Gesangsverein aktiv sind. „Diese sind schon sehr gut in die Gesellschaft integriert. Für die anderen wollen wir ein Sprachrohr und eine Plattform sein“, erklärt Mitbegründer Milan Nemling. „JAMs“ sieht sich dabei nicht als Konkurrenz zu den bereits bestehenden Vereinen. „Im Vordergrund steht dabei die Weiterentwicklung des vielfältigen kulturellen Lebens in unserer Gemeinde sowie der Wille, der Kultur eine starke gemeinsame Stimme zu verleihen“, heißt es von Vereinsseite.

Mitspracherecht beim Bau der Mehrzweckhalle

Auch beim Bau der geplanten Mehrzweckhalle, wenn diese sich auch verschoben wird, soll der Verein eingebunden werden. „Es gibt einfach viele Musiker, die noch nicht eingebunden sind. Wir wollen auch Veranstaltungen organisieren. Bei der Mehrzweckhalle heißt es aufgeschoben, nicht aufgehoben, deshalb haben wir mehr Zeit, uns einzubringen“, ergänzt Nemling. In der Steiermark würden beim Bau von solchen „Sporthallen“ oft auch die Musikvereine eingebunden werden.

Auch, wenn der Gründungsort des Vereins Jennersdorf ist, in Zukunft will „JAMS“ grenzübergreifend agieren. „Wir wollen vor allem junge Leute erreichen. Bei der Halle gab es vor der Corona-Krise eine Sitzung, zu der alle Vereine eingeladen waren. Genau deshalb braucht es in Jennersdorf so einen Verein“, erklärt Oliver Stangl seine Beweggründe. Darüber hätten die beiden schon länger diskutiert und beschlossen, einen Trägerverein zu gründen.

Auch kleine Konzerte sollten möglich sein

Eine erste Idee für die geplante Mehrzweckhalle gibt es auch schon: „Wenn die Halle abtrennbar ist, dann könnten da drinnen auch Veranstaltungen für die kleinere Kunst mit circa 120 Zuschauern stattfinden.“ Auch für solche Veranstaltungen benötige es, laut Stangl, einen Trägerverein, der dafür zuständig sei.

Der Verein heißt alle Musiker, Künstler und Kulturfreunde willkommen und bietet unter verein.jams@gmail.com weitere Informationen an.