Neue Pläne für Kulturzentrum. Aus dem geplanten Veranstaltungszentrum im ehemaligen Kulturzentrum Jennersdorf wird laut Eigentümer Claudio Cocca wohl doch nichts. „Wir werden aber umbauen“, erklärte Cocca.

Von David Marousek. Erstellt am 30. Juli 2020 (06:01)
Symbolbild
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Ende August 2019 wurde im Jennersdorfer Gemeinderat beschlossen, dass mittlerweile sanierungsbedürftige Kulturzentrum im Ortskern, an Investor Claudio Cocca zu veräußern. Damals kündigte Cocca an, einen Ort für Kunst und das gesellschaftliche Leben in Jennersdorf bauen zu wollen. Bis heute hat sich noch nicht viel getan. Claudio Cocca erklärte die Hintergründe: „Wir sind bis jetzt noch nicht einmal im Grundbuch eingetragen. Es gab anscheinend eine Verzögerung durch Corona. Auch die Vermessungsurkunde mussten wir noch anfertigen. Der Kaufvertrag wurde im März unterschrieben.“ Das bestätigte auch Bürgermeister Reinhard Deutsch (JES): „Die Grundbucheinträge sollten bald durch sein. Gelder sind bereits geflossen.“

Veranstaltungen? „Kann ich nicht bestätigen.“

Wie die aktuellen Pläne für den Umbau aussehen, darin konnte Cocca noch keine Einblicke geben. „Wir warten jetzt einmal ab bis wir Eigentümer sind und dann setzen wird uns zusammen. Die Situation ist jetzt eine andere.“ Gegenüber der BVZ erwähnte der Investor, dem auch das Hotel „Das Eisenberg“ in St. Martin an der Raab gehört, dass eine Veranstaltungshalle wohl nicht mehr Priorität hätte. „Wir werden sicher umbauen. Ob das aber für Veranstaltungen ist, kann ich nicht bestätigen. Die Gemeinde hat gesagt, dass sie nicht an einer Miete interessiert sei. Wir bauen dann nur so um, wenn wir einen Mietvertrag haben, sonst machen wir Wohnungen“, erklärte Claudio Cocca.

Fix eingeplant werde eine Event-Bar, als zusätzlicher Raum für das Restaurant „Raffel“. Außerdem werden sechs Wohnungen für Mitarbeiter im oberen Teil kommen. Was mit dem angedachten Veranstaltungsraum passieren würde, konnte er noch nicht sagen: „Ich verstehe aber, dass die Gemeinde sich aktuell nicht festlegen wollte.“

Deutsch: „Vereine hatten wenig Interesse“

Bürgermeister Reinhard Deutsch erklärte die Haltung der Gemeinde: „Da wäre es um Zusatzkosten gegangen, einen fixen Beitrag, egal ob die interessierten Vereine wollen oder nicht. Wir haben damals auch eine Umfrage bei den Vereinen gemacht, wer den Raum nutzen würde. Das Ergebnis war dabei eher dürftig.“