Soldatenskelett bei Arbeiten für S7 entdeckt. Im Zuge der Arbeiten für die S7 wurden die Überreste eines unbekannten deutschen Soldaten gefunden.

Von Carina Fenz. Erstellt am 13. November 2019 (05:35)

In der Region gibt es noch zahlreiche Schützen- und Laufgräben aus dem Zweiten Weltkrieg. Es sei reiner Zufall gewesen, dass man den Mann zwischen Königsdorf und Eltendorf im Zuge der Bauarbeiten für die Schnellstraße S7 entdeckt habe, sagte Wolfgang Wildberger, der Landesgeschäftsführer des Schwarzen Kreuzes. „Zuerst hat man geglaubt, dass es sich um ein bronzezeitliches Hügelgrab handelt, aber als man auf die Munition gestoßen ist, war klar, dass es sich um einen Weltkriegssoldat handelt“, so Wildberger.

Einige Stunden lang trugen dann Archäologen des Bundesdenkmalamtes Wien die Erde Schicht für Schicht vorsichtig ab. Dann kam das Skelett zum Vorschein und auch vier Gurtkästen mit Munition. Der Soldat dürfte während der Kampfhandlungen tödlich verwundet worden sein. Er sei rund 20 Jahre alt gewesen. Das Skelett wurde an das Anthropologische Institut in Wien übergeben, „wo das genau Alter und möglicherweise auch die Identität festgestellt werden“, erklärt Wildberger.

Der Soldat von Königsdorf soll danach auf dem Soldatenfriedhof in Mattersburg beigesetzt werden. Das Schwarze Kreuz kümmert sich um Grabstätten gefallener Soldaten, ziviler Kriegsopfer und von Flüchtlingen.