Wenn Gäste zu Freunden werden. Über die Rettung des Gasthof Gibisers durch die eigenen Gäste

Von David Marousek. Erstellt am 30. Juli 2020 (02:53)

Es wirkt fast schon wie in einem kitschigen Kinofilm. Das in Zeiten von Covid-19 von Geldsorgen geplagte Gasthaus Gibiser, wird, zumindest zum Teil, durch die eigenen Stammgäste gerettet. Mit einer Crowdfunding-Aktion und vorzeitig bezahlten Konsumationsgutscheinen, konnte der Zahlungsfluss im Sanierungsverfahren aufrecht erhalten werden. Am Ende kam dabei sogar ein niedriger fünfstelliger Betrag zustande. Ein Modell, dass sich nicht nur in der Gastronomie durchsetzen könnte.

Wenn Gasthof-Wirtin Gerlinde Gibiser sich nach der erfolgreichen Kampagne bei ihren Stammgästen bedankt, dann ist das ein Beweis dafür, dass Kundenbindung, gute Bewirtung und wohl auch oft ein offenes Ohr für Anliegen, auch in der rasanten Welt von Heute noch einen Platz haben. Die Stammkundschaft gibt durch die Investitionen etwas an den Ort zurück, den sie lieben und schätzen gelernt haben.

Am Ende sind alle glücklich. Die Heiligenkreuzer Wirtin Gerlinde Gibiser, weil sie ihren Gasthof weiter betreiben kann. Der Masseverwalter, weil es bergauf geht und die Stammkundschaft, weil ihr Lieblingsort zum Einkehren auch in Zukunft noch Speis und Trank anbietet.