Die Vorteile des Eltendorfer Wildbrets. Wirt und Jäger Matthias Mirth stellte gemeinsam mit Tierarzt Bernhard Takacs Vorteile des heimischen Wildbrets vor. „Mehr Bio geht nicht“, erklärt Verena Dunst.

Von David Marousek. Erstellt am 29. Mai 2020 (05:10)
Reinhard Knaus, Ewald Schnecker, Verena Dunst, Bernhard Takacs und Matthias Mirth präsentieren das Wildbret.
Marousek

Im Gasthaus Mirth unterstrichen Verena Dunst und Ewald Schnecker die gesundheitlichen Aspekte des heimischen Wildfleisches. „Natürlicher geht es einfach nicht. Private Haushalte sollen nun auch auf den Geschmack kommen und beim örtlichen Jäger einkaufen“, erklärte Ewald Schnecker.

Circa 90 Prozent seiner eigenen Abschüsse verwertet Kirchenwirt Matthias Mirth aus Eltendorf: „Ich versuche, das Wild über das ganze Jahr hinweg anzubieten. Als Jäger und Wirt in einem tue ich mir da leicht.“ Tierarzt Bernhard Takacs aus Heiligenkreuz zeigte vor, wie leicht ein Reh für den täglichen Gebrauch präpariert werden kann. „So kurze Transportwege beim Fleisch, die sind sonst ein Ding der Unmöglichkeit. So eine Portion passt in jeden Kühlschrank rein“, erklärte Takacs.

Um an Fleisch aus der Umgebung zu kommen, solle man sich einfach bei der Gemeinde nach den zuständigen regionalen Pächtern erkundigen. Für Verena Dunst gäbe es „kein gesünderes Essen, dass mehr Bio ist, als Wildbret.“ Immer mehr Konsumenten wäre wichtig, woher das Produkt nun kommt. „Die Generation von morgen muss wieder lernen, dass Fleisch zu essen gesund ist. Beim Essen darf man nicht sparen“, stellte Dunst weiter fest.

Im Bezirk Jennersdorf stehen circa 25.000 Hektar Jagdfläche zur Verfügung. Diese werden von 475 Jagdkarteninhabern bejagt. Jährlich wird ein Abschussplan von Behörden erstellt, nachdem die Jägerschaft ihr Abschüsse richten muss. „Es braucht ein Eingreifen der Jägerschaft“, erklärte Dunst.