Erstellt am 11. Juli 2018, 04:16

von BVZ Redaktion

Futter für die Bienen. Was 2017 im Raabtal seinen Anfang nahm, findet nun burgenlandweit seine Fortsetzung: Auf Ackerland entstehen Blühflächen.

Auf Ackerflächen können nunBienenweiden angelegt werden.  |  BVZ

Blütenreiche Wiesenflächen, Ackerraine, Hecken und Streuobstwiesen dienen Bienen als reiche Nahrungsquellen. Durch die immer größer werdenden landwirtschaftlichen Strukturen und einer Umstellung in der Bewirtschaftung sind den Bienen in den vergangenen Jahrzehnten Futterflächen verloren gegangen. Vor allem im Sommer können sie vielerorts ohne Zufütterung durch Imker nicht mehr überleben.

2017 wurde im Raabtal ein WF-Projekt auf Ackerland gestartet. Auf 28 Hektar wurde die „Veitshöchheimer Bienenweide“, eine artenreiche Blühmischung, angebaut. Da die Bienen nicht nur im Raabtal unter Futtermangel leiden, wurde das Projekt auf Initiative des Vereins BERTA auf das ganze Burgenland ausgeweitet. Nun können Blühflächen für Bienen auf Ackerflächen angelegt und im Öpul-Naturschutzprogramm gefördert werden.

„Ziel ist es, blütenreiche Extensivflächen zu schaffen, die Bienen, anderen Insekten und Kleinsäugern zugutekommen. So könnten ‚Inselbiotope‘ in der intensiv genutzten Kulturlandschaft entstehen“, erklärt BERTA-Koordinatorin Brigitte Gerger. Die Anmeldung von Flächen ist in den Landwirtschaftlichen Bezirksreferaten oder beim Verein BERTA möglich.