Katze im Gesicht verbrannt: Suche nach Tierquäler. Es ist schon der zweite Fall von Tierquälerei in St. Martin an der Raab. Kater Henry ist am Weg der Besserung.

Von David Marousek. Erstellt am 21. Mai 2020 (05:51)

Der Schock sitzt Elke Gumhold, auch nach einer Woche, noch immer tief in den Knochen. Ihr Kater Henry kam mit zwei tiefen Wunden im Gesicht nach Hause. „Die Tierärztin meinte, dass es mutwillig aussieht. Ich weiß nicht, ob eine Katze, sich alleine so verletzen kann“, erklärte Gumhold. Via Facebook wandte sie sich an die Öffentlichkeit, um auf das Schicksal ihrer kleinen Samtpfote aufmerksam zu machen. Über 12.000 Mal wurde ihr Beitrag geteilt. „Ich habe mein Handy auf ‚Stumm‘ schalten müssen, die Flut an Nachrichten war enorm“, erklärt Gumhold.

„„Die Tierärztin meinte, dass es mutwillig aussieht. Ich weiß nicht, ob eine Katze, sich alleine so verletzen kann.“ Elke Gumhold

Mit der Veröffentlichung der Geschichte hofft sie, dem Täter auf die Spur zu kommen, auch weil sie auf eine Anzeige verzichten möchte. „Ich will da niemanden beschuldigen. Ich weiß nicht, was man für ein Mensch dafür sein muss“, ärgerte sich Gumhold. Schon im Jänner dieses Jahres erschütterte ein Fall von Tierquälerei St. Martin an der Raab. Damals geriet eine Katze in eine verbotene Schlagfalle. Für Kater Henry sieht es mittlerweile jedoch schon wieder besser aus. „Es sollte alles wieder komplett verheilen. Auch das Fell kommt hoffentlich wieder zurück“, erklärte die St. Martinerin. Von der Tierärztin bekam der Kater Spritzen, Tabletten und eine Salbe verschrieben. Henry ist laut seiner Besitzerin ein kleiner Unglücksrabe. Einmal musste er schon von einem Telefonmasten, mit Hilfe der Feuerwehr befreit werden. „Er zieht das an“, kann Gumhold schon wieder schmunzeln.