Abschied einer Dynastie: Janitscheks sagen endgültig Tschüss

Erstellt am 04. August 2022 | 05:28
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Viele Stammgäste, darunter auch das SPÖ-Team aus Weichselbaum rund um Claudia Supper (r.) verabschiedeten Maria und „Jamsy“ Janitschek (2. und 3. v.r.) in den Ruhestand.
Foto: SPÖ Weichselbaum
Nach fünf Generationen endete die Ära des Gasthofes Janitschek in Maria Bild. Eine Familie aus Niederösterreich übernimmt das Traditionsgasthaus.

23 Jahre nachdem sie den Gasthof übernommen hat, ist es für Maria Janitschek an der Zeit, ihre Tätigkeit niederzulegen. „Mein Mann ist in Pension und auch aus gesundheitlichen Gründen war es für uns an der Zeit, das Gasthaus zu verkaufen“, erzählt sie.

Da es keine Nachfolger in der Familie gibt, blieb nur der Verkauf. „Die letzten Jahre waren aufgrund der wirtschaftlichen Lage und des Personalmangels sehr herausfordernd“, erklärt Janitschek.

Dennoch würden die positiven Erinnerungen überwiegen: „Für mich waren die Stammgäste das absolute Highlight. Es kamen auch viele Besucher zu uns, nicht nur aus Europa. Wir hatten Gäste aus Übersee und sogar ein Bus aus Thailand war einmal bei uns zu Gast.“

Auch diverse Veranstaltungen und Hochzeiten hinterließen schöne Erinnerungen. Besonders angetan haben es Maria Janitschek die Oldtimer-Treffen. „Oftmals kamen 20 Autos und 20 bis 30 Traktoren, das war dann auch immer sehr besonders“, erinnert sie sich zurück.

„Wollten ein Projekt als Familie starten“

Seit Maria Janitschek den Gasthof 1999 übernommen hat, hat sich einiges getan. „Ich habe die Nächtigungen aufgebaut und zum Schluss waren wir immer sehr gut gebucht. Optimistisch für den Fortbestand der Gastwirtschaft zeigt sich Maria Janitschek bezüglich der neuen Besitzer. Andreas Weber und Marion Höchtl-Weber ziehen mit ihren zwei Kindern aus Vösendorf ins Burgenland und übernehmen zusammen mit zwei weiteren Familienangehörigen das Gasthaus.

„Wir wollten ein Projekt als Familie starten. Da ein Teil der Familie aus der Gastronomie kommt und wir das Südburgenland als schönen Ort empfinden, haben wir beschlossen, den Gasthof zu kaufen“, so Andreas Weber.

Das bisherige Angebot mit den Gästezimmern soll beibehalten werden, dazu soll der Fokus noch mehr auf die Natur und auf Radfahrer und Wanderer gelegt werden. Am 22. September soll das „Landrasthaus Maria Bild“ eröffnen.

„Sie sind sehr energiegeladen und ich hoffe und glaube, dass sie bestehen werden“, meint Maria Janitschek über die neuen Besitzer. Auch Bürgermeister Willi Herbst schlägt in eine ähnliche Kerbe, er ist guter Hoffnung, dass die neuen Besitzer erfolgreich sein werden.

Froh darüber, denn „ein Ort ohne Wirt ist tot!“

Janitschek meint, dass es vor allem für die Region und die Leute sehr wichtig wäre, dass der Gasthof bestehen bleibt, denn sie ist sich sicher: „Ein Ort ohne Wirt ist tot!“ Auch Willi Herbst ist sehr froh darüber, dass sich neue Besitzer gefunden haben.

„Da wir in Maria Bild die Wallfahrtskirche haben, ist es besonders wichtig, dass wir ein Gasthaus haben“, zeigt er sich glücklich und zufrieden.