Rudersdorfer Badeteich soll gesperrt werden. Aufregung gab es um den Rudersdorfer Teich. Das Areal, das zahlreiche Personen zur Erholung nutzen, soll gesperrt werden.

Von David Marousek. Erstellt am 03. Juli 2020 (05:22)
Dieses Hinweischild steht beim Eingang des Teichs im Rudersdorfer Hinterland
David Marousek

Eigentlich steht direkt am Eingang des Rudersdorfer Teichs ein großes, grünes Hinweisschild (siehe Foto). Seit Jahren wird dieses Gebiet jedoch von verschiedensten Personen als Erholungsraum genutzt. „Eigentlich darf dort niemand baden. Wir müssen aus Sicht der Gemeinde die Haftung abklären“, erklärt Vizebürgermeister David Venus (SPÖ).

Bürgermeister Manuel Weber (ÖVP) sah sich vor wenigen Wochen sogar gezwungen, dort selbst kontrollieren zu gehen. „Die Polizei darf dort gar nicht kontrollieren, weil das ein Privatgrundstück ist. Da waren einmal über 30 Autos dort“, erklärt der Bürgermeister gegenüber der BVZ. Anders sieht das der Rudersdorfer Harald Lamm, selbst gerne an diesem Ort: „Es gibt eine Gästeliste von 1993 und die Leute auf der Liste und auch viele Rudersdorfer gehen auch heute noch dort hin. Die Gemeinde besteht auf die Haftungsfrage, die mich ja auch interessiert, aber ich hoffe, dass sie jetzt nicht plötzlich alles absperren.“ In weiterer Folge brachte Lamm unter der Woche sogar eine eigene Postwurfsendung in Rudersdorf heraus. Im „Rudersdorfer“ geht es auf vier Seiten um die Teich-Situation und auch um den „Turm-Zubau“ einer Privatperson im Ortskern.

Besprechung als eine erste Annäherung

Am vergangenen Dienstag trafen sich dann die Gemeindevertreter mit Harald Lamm. „Wir arbeiten an einer konstruktiven Lösung. Ich habe angefragt, ob wir nicht eine Tafel bezüglich Betreten auf eigene Gefahr anbringen könnten. Auch ein Projekt einen Naherholungsort dort zu errichten, habe ich vorgeschlagen“, fasst der Rudersdorfer seine Erkenntnisse zusammen. Auch Bürgermeister Manuel Weber unterstreicht die Konstruktivität des Gesprächs: „Laut meiner Rechtsauskunft reicht das Schild alleine ohne mechanische Beschränkung nicht, aber ich werde schnellstmöglichst nachhaken, wie die rechtliche Lage hier aussieht.“