Billy Boyd: Stolz, ein Hobbit zu sein …. Der schottische Hollywoodstar aus „Herr der Ringe“ tritt beim Konzert-Ereignis am 12. August im Steinbruch St. Margarethen auf. Der BVZ gab Billy Boyd vorab ein Interview.

Von Wolfgang Millendorfer. Erstellt am 07. August 2019 (08:33)
Star Entertainment

Beim Konzert im Steinbruch St. Margarethen sind Sie live auf der Bühne dabei. Worauf freuen Sie sich schon jetzt?

Die Location ist wunderschön, ich habe schon Bilder gesehen und kann es kaum erwarten, dort hinzukommen. Ein oder zwei Tage vor dem Auftritt werde ich mir auch die Umgebung ansehen und die Natur genießen.

Ein solcher Auftritt mit Live-Orchester ist wohl auch nach vielen Jahren Bühnenerfahrung noch etwas Besonderes …

Das ist natürlich unglaublich, mit einem so wunderbaren Orchester und dem großartigen Chor aufzutreten. Ich werde einige Songs singen, auch einen neuen, den ich geschrieben habe – über Bilbo Baggins und seine Rückkehr von der abenteuerlichen Reise. Dieser Song wurde auch noch nicht im „Hobbit“ veröffentlicht. Die Proben und Auftritte mit dem Orchester sind toll gelaufen und ich freue mich, meine Songs auch an diesem schönen Ort zu singen.

Star Entertainment

Und worauf können sich die Fans beim Konzert freuen?

Es wird ein wundervoller Abend voller Tolkien-Geschichten und Musik. Man kann sich in dieser Welt einfach verlieren. Egal, ob man ein Fan von klassischer Musik ist oder nicht, nimmt es einen gefangen. Und dieses Erlebnis teilen wir an einem solchen Abend mit dem Publikum.

„Der Herr der Ringe“ lässt also auch Sie nach so vielen Jahren nicht los.

Tolkien hat damit etwas so Magisches erschaffen, das man sein ganzes Leben lang neu entdecken kann und immer wieder findet man große Erkenntnisse im „Herrn der Ringe“. Selbst wenn ich nicht in den Filmen mitgespielt hätte, würde ich das Buch immer wieder lesen und es immer auf ein Neues genießen.

Wie fühlt es sich an, durch die Filme Teil dieser Legende zu sein?

Ich bin unglaublich glücklich darüber, dass ich in diesem Team sein konnte. Bevor es die Filme gab, brachte Fantasy nicht so viele Menschen ins Kino, geschweige denn, dass es dafür Oscars gegeben hätte. Also ist es auch besonders, Teil von etwas gewesen zu sein, das ein ganzes Genre und Sehgewohnheiten geändert hat. Damals wollte jeder den besten Film machen, der möglich war. Es war also auch immer eine außergewöhnliche Stimmung am Set.

Anand Anders

Kommen Sie auch heute noch öfter mit Ihren damaligen Kollegen oder Regisseur Peter Jackson zusammen?

Ich freue mich, wenn ich bei mit anderen Darstellern bei Fan-Events eingeladen bin und wir gemeinsam die Geschichten der Menschen hören können, die sie mit unseren Filmen verbinden. Peter sehe ich nicht so oft, er lebt ja in Neuseeland und bleibt lieber zuhause (lacht). Aber immer, wenn ich in Neuseeland bin, besuche ich ihn. Er hat eine so liebe Familie und er schafft es, dass man sich als Teil davon fühlt. Er ist einfach ein sehr besonderer Mensch.

Werden Sie vor dem Konzert auch Zeit haben, sich in Österreich umzusehen?

Ich war bis jetzt nur einmal in Wien und ich habe mich in die Stadt verliebt. Jetzt freue ich mich schon darauf, dort ein bisschen mehr Zeit zu verbringen. Auf jeden Fall werde ich ein paar Restaurants besuchen, einige der wundervollen Museen und ich will auch Musik zu hören bekommen. Ich hoffe, jemand gibt mir gute Tipps. Auch die Musiker des Orchesters und des Tolkien-Ensembles genießen die freie Zeit und es ist lustig, gemeinsam herumzuhängen. In einer großen Gruppe macht es gleich noch mehr Spaß, ein neues Land kennenzulernen.

Zu Ihrer Rolle als Pippin – ist es manchmal auch schwierig, so lange Zeit mit einer Figur in Verbindung zu stehen? Oder genießen Sie es, noch immer als „Hobbit“ gesehen zu werden?

Ich kenne einige Schauspieler, denen es nicht wirklich gefällt, so sehr mit einer Rolle identifiziert zu werden. Ich bin aber immer noch sehr stolz auf diese Filme und auf meine Figur. Es macht mir also nichts aus, wenn mich jemand mich auf der Straße sieht und ruft: „Da geht ein Hobbit!“ Das fühlt sich immer noch gut an (lacht).

Sie sind aber auch bekannt für viele weitere Filme und machen Musik mit Ihrer Band Beecake. Woran arbeiten Sie derzeit?

Der neueste Film ist gerade abgedreht, er heißt „Walking with Herb“, ein Film über den Golfsport und zugleich ein spiritueller Film. Es war toll, daran zu arbeiten. Mit unserer Band sind wir auch dabei, das neue Album fertigzustellen. Und ich bin mitten in den Dreharbeiten zur TV-Serie „Outlander“. Es tut sich also einiges.