Die ersten "Alkosünder" wurden erwischt. Am vergangenen Samstag trat das Alkoholverbot in Kraft. Nur einen Tag später wurde der Erste erwischt.

Von Richard Vogler. Erstellt am 09. Oktober 2019 (04:35)
BVZ
Ärgerlich. Eine Gruppe von Mattersburgern konsumiert – zum Teil bereits in den Morgenstunden – an öffentlichen Plätzen immer wieder Alkohol.

Lange hat es nicht gedauert, bis das Alkoholverbot in Mattersburg Konsequenzen hat: Einen Tag nach Inkraft-Treten gab es die erste Anzeige. Zur Vorgeschichte: Eine Gruppe von Mattersburgern trifft sich an öffentlichen Plätzen, konsumiert dort Alkohol - zum Teil bereits in den Morgenstunden. Es wird auch immer wieder die Notdurft an den Plätzen verrichtet und es ist kein Einzelfall, dass einer der Gruppe entblößt durch die Stadt läuft.

Bei der Gemeinderatssitzung vor zwei Wochen wurde aus diesem Anlass eine Verordnung erlassen, wonach an bestimmten öffentlichen Plätzen und zwar am Brunnenplatz, dem Schubertpark, dem Hauptplatz, dem Europapark inklusive Spielplatz sowie dem Spielplatz neben dem jüdischen Friedhof ein Alkoholverbot erlassen wurde. Am Samstag, dem 5. Oktober trat es in Kraft und am 6. Oktober war es soweit. „Es hat bei uns am Sonntag Beschwerden gegeben“, berichtet Postenkommandant Walter Kurz. Die Polizei behielt die Gruppe im Auge. Trotz Ermahnungen wurde dann eine Person erwischt, die am Brunnenplatz Alkohol konsumierte. Die Anzeige geht an die Bezirkshauptmannschaft Mattersburg, derzufolge die Person eine Geldstrafe zu bezahlen hat. Kommt sie dem nach, ist die Angelegenheit erledigt. Erhebt sie einen Einspruch, so wird ein Ermittlungsverfahren eingeleitet.

Der Strafrahmen ist im ersten Fall von geringer Höhe, kann in weiterer Folge jedoch bis zu 500 Euro betragen. Ist es der Person nicht möglich, den Geldbetrag zu zahlen, tritt eine Ersatzfreiheitsstrafe in Kraft.