Bienen in Schattendorf sind in „Quarantäne“. Zwei aus der Steiermark nach Schattendorf gebrachte Bienenstöcke weisen die Krankheit der Bienenbrut auf. Die Folge ist eine Sperrzone von drei Kilometern.

Von Richard Vogler. Erstellt am 26. Juni 2019 (04:08)
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Um eine Verbreitung der Krankheit zu verhindern, mussten die Bienen abgetötet und die Waben verbrannt werden.

Eine Schattendorferin besorgte sich im vergangenen Jahr zwei Stöcken an Mietbienen, die sie in ihrem Garten aufstellte. Heuer kontaktierte sie einen Imker aus der Region, der den Verdacht auf die ansteckende Erkrankung der Bienenbrut namens „Amerikanische Faulbrut“ feststellte. Die Bezirkshauptmannschaft wurde per Mail darauf aufmerksam gemacht, die sich der Angelegenheit annahm und Proben entnahm.

„Die Sperrzone wird auf die Dauer von zwei Monaten eingerichtet"

Nach Auswertung der Ergebnisse stellte sich heraus, dass es sich dabei tatsächlich um diese Brutkrankheit, die für den Menschen ungefährlich ist, handelte. Um eine Verbreitung der Krankheit zu verhindern, mussten die Bienen abgetötet und die Waben verbrannt werden.

Weiters wurde im Radius von drei Kilometern – neben Schattendorf sind hierbei noch die Ortschaften Baumgarten, Loipersbach und Draßburg betroffen – eine Sperrzone eingerichtet. In diesen Bereich gibt es insgesamt 40 gemeldete Bienenvölker, wobei alle Kontrollen unterzogen wurden. Es stellte sich heraus, dass bis auf die beiden Völker in Schattendorf kein Volk von der Krankheit betroffen ist.

„Die Sperrzone wird auf die Dauer von zwei Monaten eingerichtet. Nach Ablauf der Frist werden wieder Proben entnommen. Wenn es dann keinen Verdacht mehr gibt, wird die Sperrzone wieder aufgehoben“, berichtet Amtstierärztin Ines Krauss von der BH Mattersburg. Die anderen Imker im betroffenen Gebiet können ihre Arbeit mit den Bienen weiterhin unverändert verrichten, ein Verlassen des Gebietes mit dem Volk ist jedoch untersagt.

„Von solchen Mietbienen ist abzuraten. Wenn man dies dennoch tut, ist es ratsam, mit ortskundigen Imkern in Kontakt zu treten“, berichtet der Schattendorfer Imker Herbert Grafl.