Platanen in Mattersburg werden „gestutzt“. Im Zuge der Bachdeckensanierung in der Innenstadt wurden die 15 Platanen auf ihre Standfestigkeit überprüft. Um diese zu gewährleisten, ist eine Einkürzung notwendig.

Von Richard Vogler. Erstellt am 22. Oktober 2020 (04:34)
In luftigen Höhen. Die ersten Leitäste der Platanen wurden bereits gekürzt.
Stadtgemeinde

Im Zuge der Bachdeckensanierung in der Innenstadt wurden seitens der von der Gemeinde eingesetzten externen „Arbeitsgruppe Baum“ die 15 Platanen in der Gustav Degen Gasse auf ihre Standfestigkeit überprüft. Dabei wurde festgestellt, dass zwecks Erhöhung der Standfestigkeit der Bäume eine Einkürzung notwendig ist.

„Die Firma ‚Arbeitsgruppe Baum‘ sind Professionisten aus Wien, die schon zehn Jahre bei uns den Baumkataster erstellen“, berichtet Bauhofleiter Günter Dorner. Im konkreten werden die Leitäste um ein, zwei Meter gekürzt, die Arbeiten werden von Bauhof-Mitarbeitern unter Anleitung der „Arbeitsgruppe Baum“ durchgeführt.

Stadtgemeinde

Die Platanen an der Bachdecke wurden zwischen 1890 und 1900 gesetzt. „Sie wurden in den 1980er-Jahren saniert. Die Platane ist ein sehr ‚stadtfester‘ Baum. Dies bedeutet, dass sie widerstandsfähig gegen Abgase ist und sehr gut mit wenig Raum auskommt“, berichtet Alfred Bieberle. Die Einkürzung startete am Montag dieser Woche und wird rund zwei Wochen dauern. Im Zuge der Arbeiten wird die Gustav Degen Gasse nach Notwendigkeit kurzfristig für den Verkehr gesperrt.

Die Fußgänger werden in dieser Zeit über den Hauptplatz umgeleitet. Die Sanierung der Bachdecke in der Mattersburger Innenstadt gehört zu den größten Infrastrukturprojekten der vergangenen Jahre. „Im Zuge der Sanierung wird die Bachdecke teilweise geöffnet, dadurch kommt es zu einer Verschönerung und Aufwertung der gesamten Innenstadt,“ so Bürgermeisterin Ingrid Salamon. An insgesamt vier größeren Belichtungsöffnungen wird die Wulka im Stadtgebiet freigelegt. Die Kosten der Sanierung betragen 4,3 Millionen Euro. Die Fertigstellung soll Ende 2021 erfolgen.