Karl Kruisz ist nun „offiziell“ Direktor. Karl Kruisz ist seit 2018 mit der Schulleitung der Berufsschule Mattersburg betraut. Vergangene Woche erfolgte die Dekretübergabe.

Von Richard Vogler. Erstellt am 14. Mai 2021 (04:34)
Dekretübergabe. Karl Kruisz (2.v.l.) mit Landeshauptmann Hans Peter Doskozil, Bildungslandesrätin Daniela Winkler und Bildungsdirektor Heinz Josef Zitz im Landtagssitzungssaal in Eisenstadt.
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Zwölf Direktorinnen und Direktoren erhielten am 4. Mai im Landtagssitzungssaal in Eisenstadt ihre Ernennungsdekrete von Landeshauptmann Hans Peter Doskozil, Bildungslandesrätin Daniela Winkler und Bildungsdirektor Heinz Josef Zitz. Einer davon war Karl Kruisz, der nun auch „offiziell“ Direktor der Mattersburger Berufsschule ist. Mit der Schulleitung ist er bereits seit Mai 2018 betraut, nachdem sein Vorgänger Julius Steiner fristlos entlassen wurde.

Acht Jahre in Eisenstadt tätig

Der 35-jährige Kruisz absolvierte nach der Matura die Pädagogische Hochschule in Wien und war anschließend acht Jahre an der Landesberufsschule Eisenstadt tätig, ehe er vor drei Jahren nach Mattersburg wechselte.

In der Bezirkshauptstadt werden die Lehrlinge der Berufe Installateur und Gebäudetechniker, Karosseriebautechniker, Spengler und Mechatroniker unterrichtet. „Drei, beziehungsweise vier Jahre dauert die Berufschule, wobei die Lehrlinge zehn Wochen im Jahr bei uns sind und in Praxis und Theorie unterrichtet werden“, berichtet der Siegendorfer. Die Lehreinheiten finden in der Bauermühle statt. „Die Stadtgemeinde ist hier ein sehr guter Partner, in den vergangenen Jahren wurde sehr viel investiert“, so Karl Kruisz.

Ein paar Stunden noch immer in der Klasse

Für den Schulleiter gibt es diverse organisatorische und administrative Tätigkeiten zu bewältigen. Ganz „weg“ vom Unterricht ist er nicht. „Ein paar Stunden unterrichte ich noch. Ich denke, dass dies sehr wichtig ist, um auch einen Einblick zu haben, wie es in den Klassen läuft.“

Die Herausforderungen, Berufsschüler zu unterrichten? „Klar ist, dass viele eine Lehrberuf ergriffen haben, weil sie nicht mehr zur Schule gehen wollten. Wir versuchen ihnen den Mehrwert von der Schule zu vermitteln, dass sie für ihren Beruf einiges dazulernen können. Schön zu sehen ist, die Entwicklung der Schüler zu beobachten. Sie kommen in der ersten Klasse zu uns, am Ende sind sie nahezzu ‚g‘standene‘ Männer.“

Wie bei den anderen Bildungseinrichtungen gibt es auch bei den Berufsschulen durch Corona erschwerte Bedingungen.

„Wir haben schon immer mit LMS gearbeitet, deswegen hatten wir zumindest am Anfang Start-Vorteile gehabt. Das schwierige aus Schulsicht war jedoch, dass die Erlässe vom Bildungsministerium teilweise am Samstag gekommen sind und am Montag mussten sie bereits umgesetzt sein. Aktuell (Anm.: Stand Montagvormittag) haben wir noch nicht einmal einen Erlass, wie es in der kommenden Woche weitergeht. Zum Teil gibt es auch Vorgaben, die hygienemäßig im Internat gar nicht umgesetzt werden können“, erzählt Kruisz.

Bayern München als große Leidenschaft

In seiner Freizeit spielt er Tennis, als „passiver“ Sportler hat er sich dem Fußball verschrieben, Kruisz ist ein großer Fan vom FC Bayern München. „Ich bin auch immer wieder bei den Europacup-Auswärtsmatches der Bayern dabei, im Olympiastadion war ich sicher schon fünfzigmal.“