Gemeinden wollen das Klima schützen. Acht Gemeinden haben sich zusammengeschlossen, um nachhaltige Projekte für den Klima- und Umweltschutz voranzutreiben.

Von BVZ Redaktion. Erstellt am 27. November 2019 (04:09)
Das Klima schützen. KEM Kogelberg Berater Andreas Schneemann, Bürgermeister Kurt Fischer (Baumgarten), Landesrat Christian Illedits, Bürgermeister Johann Lotter (Schattendorf), Bürgermeister Günter Schmidt (Rohrbach), Bürgermeister Erhard Aminger (Loipersbach), Bürgermeister Christoph Haider (Draßburg) und Ernst Wild, GF KEM Kogelberg.
Matea Nikolic

Vergangenen Freitag präsentierten die Gemeinden in Rohrbach den Maßnahmenplan für die „Klima- und Energiemodellregion Kogelberg 2.0“. Im Mittelpunkt stehen dabei die Bereiche Bewusstseinsbildung, Energieeffizienz, Bereitstellung von nachhaltiger Energie und Mobilität. Nach dem „Bottom-Up-Prinzip“ sollen die rund 20.000 BürgerInnen der Partnergemeinden mit einer großen Befragung mitgenommen werden. „Nach Ausarbeitung der Fragebögen erarbeiten wir gemeinsam ein Gesamt-Mobilitätskonzept für die Region Kogelberg. Den Auftakt bildet ein Tag der E-Mobilität am 29. November in Mattersburg“, weiß Landesrat Christian Illedits.

Beim Tag der E-Mobilität werden verschiedenste Angebote zum Thema Mobilität präsentiert. E-Autos, E-Bikes und andere klimaschonende Fortbewegungsmittel können besichtigt und getestet werden. Für das Klima sei es nicht fünf vor zwölf, sondern fünf nach zwölf, sind sich die Vertreter der Kogelberg-Gemeinden einig. Deshalb dürfe nicht länger geredet, sondern es müsse gehandelt werden – am besten gemeinsam: „In Zeiten des Klimawandels ist es auch für die Gemeinden Gebot der Stunde, sich proaktiv für den Klima- und Umweltschutz einzubringen.

Energieeffizienz, Stromautonomie als Ziel

Der verstärkte Einsatz von Fotovoltaik, die Gebäudesanierung, die Umstellung auf neueste Beleuchtungssysteme, die Verwertung von biogenen Roh- und Reststoffen und eine „Energiebuchhaltung“ in den Gemeinden seien Maßnahmen, die die Gemeinden dem Ziel der Energieautonomie näherbringen sollen. Das Modell der Bürgerbeteiligung bei Fotovoltaikanlagen soll dazu weiter ausgerollt, Fotovoltaik bei öffentlichen Gebäuden zum Standard werden. Schwerpunkte der Befragung werden Alltagsradfahren, touristisches Radfahren, (E)Mobilität insgesamt und ein Mikro-Verkehrskonzept für die Gemeinden sein. Bereits im kommenden Jahr wird in Mattersburg ein City-Bus starten.

„Bestehende Mikro-ÖV-Strukturen sollen jedoch nicht ersetzt, sondern da, wo es sinnvoll ist, vernetzt werden“, erläutert Ernst Wild, Geschäftsführer KEM-Kogelberg. All diese Konzepte seien bereits „wirtschaftlich darstellbar“, betont Andreas Schneemann, Berater der KEM Kogelberg. „Wir müssen die aktuelle Sensibilität der Bevölkerung für den Klimaschutz nutzen und den Menschen die Maßnahmen offen kommunizieren, dann ist auch die Bereitschaft da, diese mitzutragen“, so Illedits