Neue Chefs für die Polizeiposten. Anton Kollerits wechselte als Kommandant von Neudörfl nach Forchtenstein. Nachfolger in der Grenzgemeinde als Posten-Chef ist Norbert Schrödl.

Von Richard Vogler. Erstellt am 22. Juli 2021 (06:09)

Bei den führenden Kräften der Polizeiposten im Bezirk gab es kürzlich Pensionierungen, Rochaden und neue Postenbesetzungen. Willi Senft befindet sich seit dem 1. Juli im wohlverdienten Ruhestand. Der Sieggrabener erlernte zunächst den Beruf des Elektronistallateurs, ehe er 1985 zur Gendarmerie wechselte. Nach der Ausbildung war er fünf Jahre in Mattersburg tätig, danach als Kommandantstellvertreter in Zemendorf und Forchtenstein, ehe im Jahre 2009 ein erneuter Wechsel nach Zemendorf erfolgte. Am 1. Juni ging‘s wieder nach Forchtenstein, dieses Mal als Kommandant. „Das Schöne an meinem Beruf war der Kontakt zur Bevölkerung, es war auch eine interessante, abwechslungsreiche Tätigkeit“, so Senft, der sich für seinen Ruhestand nur eines wünscht: „Einfach gesund bleiben!“ Ebenfalls in den Ruhestand geht Gruppeninspektor Franz Ramhofer nach 40 Jahren Dienst am Polizeiposten Wiesen-Forchtenstein.

Der neue Chef an diesem Posten ist Anton Kollerits, der seit 1988 als Polizist tätig ist. Nach seinem Dienst beim Landesgendarmeriekommando war er auf den Posten Lackenbach undSieggraben. Seit Februar dieses Jahres leitete er den Posten in Neudörfl, seit 1. Juli ist er der „Chef“ in Forchtenstein. Der gebürtige Kaisersdorfer war lange Jahre als Funktionär beim Sportverein tätig, der Freiwilligen Feuerwehr Kaisersdorf gehört er noch immer an.

Der neue Leiter des Neudörfler Polizeipostens ist Norbert Schrödl. Der Mattersburger absolvierte die Handelsakademie, und lernte den Beruf des Bankkaufmannes, ehe er sich mit 24 Jahren für die Polizei entschied. Zunächst war er bei der Grenzpolizei in Nickelsdorf tätig, anschließend in Schattendorf und seit 2010 war er Stellvertreter am Forchtensteiner Posten. Auf die Frage, welches der größte Unterschied nun im Vergleich zu seiner Anfangszeit sei, antwortet Schrödl wie folgt: „Es ist deutlich mehr Bürokratie zu bewältigen, der Grund dafür ist die Digitalisierung. Früher hat man ein Formular ausgefüllt und ein paar Zeilen Bericht geschrieben. Nun muss man alles am Computer eingeben, Statistiken miteinarbeiten.“ Am Neudörfler Posten, in dessen Verantwortungsbereich auch Bad Sauerbrunn und Pöttsching fallen, sind zehn Polizisten systemisiert. Zwei weitere Kräfte versehen ihren Dienst als „Sonderverwender“, die gegebenenfalls woanders eingeteilt werden können. Jeder Polizeibeamte ist auf einen eigenen Bereich spezialisiert, der klassische Außendienst fällt hingegen für jeden an. Wenn einmal nicht der Polizeidienst ansteht, so widmet sich Schrödl unter anderem seinem Hund oder fährt mit seinem Motorrad.