Rätsel um tote Vögel. Eine Walbersdorferin macht sich Sorgen um das Ausbleiben ihrer gefiederten Freunde, die nun nicht mehr in ihrem Garten anzutreffen sind.

Von Helga Ostermayer. Erstellt am 03. Oktober 2020 (05:35)
Vögel sind weg. Besonders die Rotschwänzchen aber auch Meisen, Finken, Amseln und Sperlinge sind verschwunden oder liegen tot im Garten der Familie Schiebendrein.
Symbolfoto

Die BVZ erhielt einen Anruf von Irma Schiebendrein aus Walbersdorf. Die 82-jährige Dame bemerkt zu ihrem Bedauern immer wieder tote Singvögel in ihrem Garten liegen. „Es waren bei uns alle Arten von Singvögel anzutreffen, für die wir Vogelhäuschen aufgestellt haben und die ich im Winter regelmäßig füttere. Jetzt sind die Vögel weg und immer wieder bemerke ich welche, die tot bei uns im Garten liegen. Das tut mir richtig weh“, sagt sie. Die Vogelliebhaberin führt das Verschwinden der Vögel auf Spritzmittel zurück, die auf den umliegenden Äckern aufgebracht werden. „Wieso dürfen solche Mittel verwendet werden?“, fragt sie.

Die BVZ nahm Kontakt mit der Organisation „Bird life“ auf und bekam folgende Antwort: „Uns liegt keine Meldung von einem Vogelsterben in diesem Gebiet vor. Wenn tote Vögel gefunden werden, über deren Todesursache Rätselraten herrscht, so sollte man sich den Fundort des Vogels notieren und gegebenenfalls ein Foto machen. Auf der Projekt-Webseite von ‚Bird life‘ gibt es eine Meldeseite für Totfund-Meldungen, hier kann man das Foto hochladen und seine Daten eingeben.“

Das Projekt-Team wird sich umgehend melden und entscheiden, ob eine Untersuchung des Vogels von wissenschaftlichem Interesse ist. Im Falle einer Abholung sollte das Tier eingesammelt und dem Transportservice MedLog übergebenwerden, der den Kadaver direkt kostenlos abholt.