Wahl-Rückblick: Die Überraschungen vor fünf Jahren

Erstellt am 29. September 2022 | 04:34
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Wahl Symbolbild
Foto: Shutterstock/Sergey Tinyakov
Andres Gradwohl (SPÖ) „drehte“ Sieggraben, in Loipersbach musste Erhard Aminger (SPÖ) in die Stichwahl.

Für die Überraschung im Bezirk schlechthin sorgte Andreas Gradwohl in Sieggraben: Mit 51,6 Prozent bei der Bürgermeisterwahl stürzte er Langzeit-Ortschef Vinzenz Jobst nach 25 Jahren vom Thron.

„Endlich können wir die Früchte unserer Arbeit ernten. Das Ergebnis ist einfach geil. Es hat keiner geglaubt, dass wir Geschichte schreiben“, jubelte Gradwohl. Sichtlich geknickt reagierte Jobst: „Das Ergebnis ist sicher enttäuschend, aber ich nehme es zur Kenntnis. Es gab interne Konflikte in der ÖVP. Vielleicht haben die Bürger nach 25 erfolgreichen Jahren aber auch genug von mir als Bürgermeister. Ich werde von all meinen Funktionen zurücktreten“, so Jobst in einer ersten Reaktion nach dem Wahltag.

In Loipersbach stellten sich Erhard Aminger (SPÖ), Roman Amring (FPÖ) und Josef Soffried (ÖVP) der Bürgermeisterwahl. Im ersten Wahlgang schaffte Aminger nicht die 50 Prozent-Hürde und musste somit gegen den Zweitplatzierten Amring in die Stichwahl, holte dort dann 55,9 Prozent und blieb im Amt. Für das beste Ergebnis bei den Bürgermeisterwahlen sorgte einer, der zum ersten Mal sich der Wahl stellte: Der Rohrbacher SPÖ-Ortschef Günter Schmidt, der 80,21 Prozent Zuspruch für sich verbuchen konnte – um rund 14 Prozent mehr als sein Vorgänger Alfred Reismüller bei der Wahl 2012.