Zivildiener bis Juni "im Einsatz". Josef Tobler ist einer von vielen Zivildienern, deren Dienst um drei Monate verlängert wurde. Er sieht es gelassen.

Von Doris Fischer. Erstellt am 29. März 2020 (03:33)
Rotkreuz-Aufruf. Josef Tobler und Mattheo Böhm (v.r.) mit dem Slogan: „Wir bleiben für euch hier, bitte bleibt ihr für uns zu Hause“.
Rotes Kreuz Mattersburg/Christian Eidler

Eigentlich hätte Josef Tobler demnächst seinen Zivildienst beim Roten Kreuz beendet. Aber durch die Corona-Krise wurde auch sein Dienst bis Juni verlängert. Jedoch sieht es der 19-Jährige Draßburger nicht so eng. „Ich sehe die Verlängerung jetzt nicht so drastisch, da sich mein geplantes Studium trotzdem gut ausgeht. Ich erledige meine Arbeit als Rettungssanitäter gerne, daher sehe ich der Verlängerung des Zivildienstes auch gelassen entgegen“, betont Josef Tobler, der sich schon immer für das Rettungswesen interessiert hat und danach ein Medizinstudium oder eine Physiotherapie-Ausbildung anstrebt.

An seinem Arbeitsalltag hat sich trotz Corona-Virus nicht viel geändert: „Es stehen zurzeit zwar weniger Sanitätstransporte zu geplanten Untersuchungen an, jedoch wird die zur Verfügung stehende Zeit in die Perfektion von Hygienemaßnahmen investiert, was somit dem Schutz des Patienten sowie dem Selbstschutz zugutekommt.“

Angst vor einer Ansteckung mit dem Corona-Virus hat der Zivildiener jedoch nicht. „Natürlich besteht ein gewisser Respekt vor der Krankheit, jedoch wurden wir gut eingeschult, und haben auch genaue Richtlinien und dafür vorgesehene Schutzausrüstungen, die uns vor einer Infektion schützen“, meint Josef Tobler.