Zug-Strecke nach Wr. Neustadt wird zweigleisig. Um schneller und ohne Umsteigen in Wien zu sein, wird in den nächsten Jahren in den Ausbau der Zugstrecke von Loipersbach/Schattendorf nach Wiener Neustadt investiert.

Von Doris Fischer. Erstellt am 22. Oktober 2020 (04:55)
In Planung. Elektrifizierung und Attraktivierung der Bahnstrecke Loipersbach-Wiener Neustadt. Baustart 2023.
Symbolbild: Bilderbox

„Nerven sparen, Bahn fahren“ lautete vor Jahren ein Werbeslogan der Österreichischen Bundesbahn (ÖBB). Bis das der Fall ist, müssen sich Pendler in den nächsten sechs Jahren auf eine Baustelle entlang der Bahnverbindung Loipersbach/Schattendorf und Wiener Neustadt (Niederösterreich) einstellen. Denn: Wie die ÖBB ankündigten, wird die Strecke attraktiviert und elektrifiziert.

Insgesamt sollen in die Bauarbeiten rund 43 Millionen Euro fließen. Die ÖBB haben sich damit zum Ziel gesetzt, somit die Voraussetzung für einen integrierten Taktfahrplan zu schaffen. Was für die Pendler heißen soll, dass sie kürzere Wartezeiten auf Anschlusszüge oder Busse haben sollen. Und damit das alles auch wirklich umgesetzt werden kann, muss laut ÖBB-Sprecher Daniel Pinka, die Strecke zweigleisig ausgebaut und elektrifiziert werden. Dazu sind umfassende Arbeiten erforderlich. Ist das Projekt dann abgeschlossen, können Fahrgäste von Loipersbach/Schattendorf direkt ohne Umsteigen nach Wien fahren.

Die Elektrifizierung des Streckenabschnittes soll 2023 begonnen werden und 2026 abgeschlossen sein. In den nächsten Monaten wird mit den Planungsarbeiten begonnen, wo und wann Teilstücke gesperrt werden müssen. In den entsprechenden Abschnitten wird dann ein Schienenersatzverkehr eingerichtet. „Die Elektrifizierung ist Teil der Klimaoffensive der ÖBB“, versichert deren Sprecher Pinka. Ziel sei es, so Pinka, Pendlerzüge durchführen zu können. Österreichweit werden die ÖBB in den kommenden sechs Jahren im Auftrag des Bundesministeriums für Klimaschutz 17,5 Milliarden Euro in modernste, leistungsfähige Bahn-Infrastruktur investieren. Insgesamt drei Milliarden Euro sind für komplett neue Vorhaben in dieser Rahmenplan-Periode bis inklusive 2026 vorgesehen.