Tschürtz: „Tendiere zur Kandidatur“

„Es schaut sehr gut aus“, so Hans Tschürtz zu seinen Ambitionen auf einen Antritt als FPÖ-Bürgermeisterkandidat in Mattersburg.

Richard Vogler
Richard Vogler Erstellt am 23. September 2021 | 06:27

Im kommenden Jahr stehen die nächsten Gemeinderats- und Bürgermeisterwahlen am Plan. Bei der SPÖ werden aktuell „Nägel“ mit Köpfen gemacht, bei den anderen Fraktionen sind noch einige Fragen offen.

Bei der FPÖ trat nach diveresen Turbulenzen Stadtparteiobmann Sigi Steiner zurück, eine funktionierende Ortspartei ist nun nicht mehr vorhanden. Nun deutet alle darauf hin, dass FPÖ-Klubobmann Hans Tschürtz das Ruder übernimmt. Der gebürtige Loipersbacher ist mittlerweile wohnhaft in Mattersburg und bei diversen Veranstaltungen in der Öffentlichkeit stets präsent. Gab es in der vergangenen Zeit immer wieder Andeutungen seinerseits für eine Kandidatur auf das Bürgermeisteramt, so scheint dies nun konkret zu werden. „Ich überlege nun wirklich ernsthaft zu kandidieren, es schaut sehr gut aus. Die Tendenz geht dahin, dass ich mich bei den Wahlen als Bürgermeisterkandidat aufstellen lasse. Es braucht wirklich etwas Neues in Mattersburg. Im Oktober wird die definitive Entscheidung fallen“, erläutert Tschürtz im Gespräch mit der BVZ.

Die BVZ berichtete bereits vom geplanten Rücktritt von SPÖ-Bürgermeisterin Ingrid Salamon. Seit Montag dieser Woche ist auch der Zeitrahmen abgesteckt – Anfang Dezember wird Claudia Schlager als neue Stadtchefin auf Salamon folgen.

Am 30. November wird Ingrid Salamon ihren Austritt aus dem Gemeinderat bekanntgeben, was gleichbedeutend mit ihrem Rücktritt als Stadtchefin ist.

Tritt ein Bürgermeister ab einem Jahr vor der Gemeinderatswahl zurück, so muss keine „normale“ Bürgermeisterwahl durchgeführt werden. Die Wahl wird innerhalb des Gemeinderates durchgeführt. Da die SPÖ die absolute Mehrheit besitzt, hat dies nur mehr formalen Charakter. Mit dem Rücktritt von Salamon wird SPÖ-Vizebürgemeister Otmar Illedits geschäftsführend das Amt innehaben.

„Der genaue Termin steht noch nicht fest. Natürlich werden wir so bald als möglich die nächste Gemeinderatssitzung ansetzen, auf jeden Fall Anfang Dezember“, erläutert der Vizebürgermeister. Illedits wird weiterhin als Obmann der Stadtpartei und als Vize fungieren. Mit dem Ausscheiden von Salamon aus dem Ortsparlament ist ein Platz „frei“ für die SPÖ. Einer der SPÖ-Gemeinderäte wird auf Claudia Schlager als Stadtrat folgen, ein Posten als Gemeinderat wird frei. Wer dies sein wird, ist noch offen. Laut Regulativ würde der nächste auf der Liste der vergangenen Gemeinderatswahlen folgen. Dies wäre Günter Dorner. Dass er ein Comeback im Gemeinderat antritt, ist auszuschließen. „Für den Posten des neuen Gemeinderates ist noch keine Entscheidung gefallen, diesbezüglich wird es innerhalb der Fraktion noch Gespräche geben“, so Illedits. Auch die ÖVP wird einen Bürgermeisterkandiaten stellen. Wer dies sein wird, ist aktuell noch offen.

„Unser Kandidat wird Anfang des Jahres feststehen“, berichtet ÖVP-Obmann Andreas Feiler. Die Frage, ob die Grünen einen Bürgermeisterkandidaten und – falls man antritt – wer Spitzenkandidat sein wird, wird kommende Woche beantwortet. „Am 29. September haben wir eine Zusammenkunft, bei der wird die Vorgangsweise besprochen werden“, berichtet Ersatzgemeinderätin Elisabeth Mendoza. Die Liste Zukunft Mattersburg (LZM) wird laut Obmann Peter Pregl einen Bürgermeisterkandidaten stellen. „Wer dies sein wird, ist noch offen“, so Pregl, der sich für heuer zum Ziel gesetzt hat, die Richtlinien abzustecken.