Zimmermann: Insolvenzantrag eingebracht. In der Causa um die Commerzialbank Mattersburg ist am Montag am Landesgericht Eisenstadt auch über den Mattersburger Dachdeckerei-Betrieb Zimmermann von Ex-Commerzialbank-Aufsichtsrat Ernst Zimmermann ein Konkursverfahren eröffnet worden. Es sind 98 Mitarbeiter und circa 65 Gläubiger betroffen. Die Passiva betragen rund 812.000 Euro. Ziel ist eine Sanierung des Unternehmens.

Von Richard Vogler. Update am 19. Oktober 2020 (12:43)
Infolge des Commerzialbank-Skandals sind bereits mehrere Unternehmen in den Konkurs oder in die Insolvenz geschlittert.
Richard Vogler

Die Firma Zimmermann hat heute Montag den Antrag auf ein Insolvenzverfahren beim Landesgericht Eisenstadt gestellt. Der Betrieb der zahlreichen Baustellen geht aktuell unverändert weiter. Die Konten wurden von der Staatsanwaltschaft gesperrt.

„Es geht Herrn Zimmermann hier vor allem um seine Mitarbeiter, und die Auftragslage ist sehr gut, das Unternehmen soll weitergeführt werden“, berichtet Mediensprecher Walter Gröblinger, der weiter ausführt: „Es hat Vorgespräche mit dem Masseverwalter und der Arbeiterkammer gegeben. Ziel ist, dass es eine innere Sanierung des Unternehmens gibt und mit einem Investor das Unternehmen weiter zu betreiben.“

Die Insolvenz des Unternehmens, dessen Leitung der ehemalige stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende der Commerzialbank im August an seine Söhne übergeben hat, werde mit dem Konkursverfahren der Commerzialbank und den seitens der Masseverwalter fällig gestellten Krediten begründet, berichtete der AKV. Gläubigerforderungen können ab sofort bis 28. Dezember angemeldet werden. Die Berichts- und Prüfungstagsatzung ist für 11. Jänner anberaumt.

Zum Insolvenzverwalter wurde Rechtsanwalt Felix Stortecky aus Jois bestellt. Dieser werde nun intensiv prüfen, ob eine Fortführung und Sanierung des Unternehmens möglich sei, so der KSV.