Pleitefolgen für Eigentümergenossenschafter unklar. Die nach einem Bilanzfälschungsskandal pleite gegangene Commerzialbank Mattersburg hat eine Genossenschaft als Hauptaktionärin.

Von APA, Redaktion. Erstellt am 07. August 2020 (15:50)
Symbolbild
APA/ROBERT JAEGER

Über deren Schicksal ist bis dato öffentlich nichts bekannt. Nachdem ihre Anteile an der Bank AG (79 Prozent) mit der Insolvenz wertlos geworden sind, wird zumindest von einer entsprechenden Abschreibung ausgegangen.

Die "Personalkredit- und Kommerzialkreditvermittlungs- und Anteilsverwaltungsgenossenschaft Schattendorf-Zemendorf-Stöttera-Krensdorf-Hirm-Loipersbach-Draßburg- Baumgarten" als Eigentümergenossenschaft hat rund 3.000 Mitglieder.

Bis 1995 hatte die Bank (als einstige Raiffeisenbank Schattendorf) zu Raiffeisen gehört. Sie flog damals aus dem Sektor. Der Neustart erfolgte unter Martin Pucher als "Commerzbank Mattersburg im Burgenland AG", nach Beschwerden der deutschen Commerzbank musste sie sich auf Commerzialbank umtaufen.

Welcherart die Eigentümergenossenschaft durch den Kollaps ihrer Bank mitgerissen wird bzw. ob durch einen Wertverlust der Geschäftsanteile sogar eine Nachschusspflicht für die Mitglieder erwächst, hängt davon ab, ob die Geschäftsanteile mit einer Haftung verbunden waren, heißt es in der Finanzbranche zur APA. Mitgliederhaftungen in Genossenschaften sind in Satzungen geregelt.

Die Aufsicht über die operativ nicht tätige Eigentümergenossenschaft der Commerzialbank hat das Land Burgenland.