Naturlehrpfad „Luke“ wurde gestaltet. Im Rahmen des Projekts „LUKEnlose Vielfalt“ wurde ein Naturlehrpfad im Draßburger Naherholungsgebiet „Luke“ gestaltet.

Von Christian Artner. Erstellt am 14. April 2019 (04:15)
BVZ
Der Obstsortengarten im Naherholungsgebiet „Luke“ in Draßburg wurde mit Schildern ausgestattet, die wertvolles Wissen vermitteln.

Wer Wandern und Spazierengehen zu seinen bevorzugten Freizeitbeschäftigungen zählt und für diese gesunde Tätigkeit die frische Luft im Naherholungsgebiet „Luke“ in Draßburg auserkoren hat, dem mag sicherlich schon aufgefallen sein, dass seit einiger Zeit an den Rändern des unbefestigten Feldweges in Abständen von einigen hundert Metern einige Schilder platziert wurden. Damit wurde aus dem unscheinbaren, aber nichtsdestotrotz schön begehbaren Feldweg ein informativer Obst- und Naturlehrpfad gemacht. Denn ja, es befindet sich neben Heckenstrukturen und großzügigen Schilfbeständen auch ein Obstsortengarten in dem rund 20 Hektar großen Gebiet.

Verantwortlich für die Beschilderung – neun an der Zahl –, die auf Initiative der Gemeinde und des Dorferneuerungsvereins (Doreno) umgesetzt wurde, zeichnet die Landschaftsplanerin Kathrin Hausmann aus Baumgarten, die mit ihrem Team von plan+land die Informationen bei den einzelnen Etappen erarbeitet hat. „Es wird beispielsweise erklärt, wie wertvoll eine derartig vielfältige Kulturlandschaft ist. Obstbaumblüten liefern Nahrung für Insekten; Schilfbestände und Hecken bieten Lebensraum für verschiedene Tierarten. Selbst kleine Strukturen wie Asthaufen ermöglichen einen Unterschlupf für Vogelarten wie den Zaunkönig oder für das Mauswiesel.“

„Wollen Beitrag zur Artenvielfalt leisten“

Ein weiteres Vorhaben – neben der Wissensvermittlung –, das im Rahmen des Projekts umgesetzt wurde, war es, den Obstgarten, den die Gemeinde in diesem Gebiet vor rund 15 Jahren angelegt hat, mit Nachpflanzungen von Obstbäumen und neuen Sorten zu versehen. Ungefähr 60 Obstbäume befinden sich durch die Aufstockung nunmehr auf der Wiese.

„Natürlich gibt es den Kronprinz Rudolf und den Rheinischen Bohnapfel. Die Gellerts Butterbirne haben wir neu gepflanzt, genauso wie Zwetschgen. Außerdem gibt es noch einige Marillensorten und den Speierling. Diese Bäume haben bei uns einen ganz besonderen Stellenwert. Viele davon sind als Naturdenkmäler ausgewiesen“, zählt Hausmann einige Bäume aus dem Bestand auf. Zusätzlich, um den Platz rund um die Obstbäume attraktiver zu gestalten und die Wanderer zu einem längeren Aufenthalt anzuregen, wurden Holzliegen konstruiert, die als Sitzgelegenheit dienen.

Mit dem Projekt will die Gemeinde das Bewusstsein für die Natur- und die Kulturlandschaft, die unmittelbar vor der Haustüre liegt, stärken. „Wir wollen die Gemeindebürger und die Leute, die in der Umgebung leben, darauf aufmerksam machen, wie wertvoll solche Naherholungsräume sind, und auch einen Beitrag leisten, die Artenvielfalt von Tieren und Pflanzen aufrechtzuerhalten“, so die einstimmige Meinung von Bürgermeister Christoph Haider, Doreno-Obmann Jochen Illedits und Amtsleiter Jochen Schwartz.

Wer das beschauliche Erholungsgebiet aufsuchen möchte, manövriert in Richtung des örtlichen Bahnhofes und hält sich entlang der Bahnzeile.