Neues Gemeindezentrum ist in Planung. Für den Hauptplatz gibt es große Pläne: Die Gemeinde kauft das ehemalige „Tiffany“. Dort soll ein Zentrum mit Gemeindeamt, Gemeindearzt und Wohnungen entstehen.

Von Christian Artner. Erstellt am 15. August 2019 (03:17)
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Gemeinderat Rene Tschögl (FPÖ), Gemeindevorstand Andreas Bandat (SPÖ), Vizebürgermeisterin Renate Tomassovits (SPÖ), Bürgermeister Christoph Haider (SPÖ) und Gemeindevorstand Roland Koller (SPÖ) vor dem „Tiffany“, dem ehemalige Prets-Gasthaus mit Kult-Faktor und zur späteren Zeit auch Bordell, das dem Gemeindezentrum weichen wird.

Im vergangenen Jahr wurde von der Gemeinde Draßburg gemeinsam mit ihrer Bevölkerung ein Dorferneuerungsleitbild ausgearbeitet. „Daraus ist eindeutig hervorgegangen, dass unser Hauptplatz belebt gehört“, gibt Bürgermeister Christoph Haider Details daraus kund.

Jetzt nimmt dieser kollektive Wunsch allmählich konkrete Gestalt an: ein neues Gemeindezentrum soll entstehen. Bei der letzten Gemeinderatssitzung wurde der Kauf eines 530 m² großen Grundstückes am Hauptplatz, dem ehemaligen „Tiffany“, auf dem sich im Moment ein Arbeiterwohnheim befindet, einstimmig beschlossen. Mit umliegenden Grundstücken – seitlich befindet sich ein Parkplatz, dahinter ein alter Stadl –, die beide bereits im Eigentum der Gemeinde sind, wird eine Gesamtfläche von 3.000 m² für das geplante Bauvorhaben zur Verfügung stehen.

Das Projekt wird mit der Pöttschinger Siedlungsgenossenschaft EBSG (Erste Burgenländische Gemeinnützige Siedlungsgenossenschaft) umgesetzt. „Wir haben eine Vereinbarung getroffen, dass die Gemeinde dieses Grundstück kauft und anschließend der EBSG ein Baurecht darauf verleiht“, so Haider. Die vorläufige Planung beinhaltet – beim Prozess der Ideenfindung im Herbst sollen wiederum die Bürger mit eingebunden werden –, dass einerseits die EBSG Wohnungen errichtet, zugleich aber auch Gemeindeamt, Gemeindearzt, die Postpartnerstelle und möglicherweise Büros für Start-Up-Unternehmen Platz finden sollen.

Mit Planung soll rasch begonnen werden

Der Preis für das angekaufte Grundstück wird durch eine Vorauszahlung des Baurechtszinses seitens der EBSG finanziert. Das heißt, die Gemeinde muss kein Geld für den Ankauf in die Hand nehmen“, freut sich Haider über das vorteilhafte Finanzierungskonstrukt.

Die Zusammenarbeit mit der EBSG stimmt den Ortschef auch darüber hinaus sehr zufrieden: „Ich bin froh, dass wir mit der EBSG einen erfahrenen und kompetenten Projektpartner mit an Bord haben.“ Momentan wird der Kauf und der Baurechtsvertrag aufsichtsbehördlich geprüft. „Wir sind zuversichtlich, dass der zuständige Landesrat relativ schnell eine Freigabe erteilen wird, sodass wir mit der Planung und Umsetzung beginnen können“, so Haider. Baubeginn soll im Sommer 2020 sein.