500.000 Euro für neuen Kirchenplatz. Auf dem erweiterten Hauptplatz soll eine neue Kapelle und ein programmierbares Glockenspiel, gespendet von Forchtensteiner Familien, errichtet werden.

Von Helga Ostermayer. Erstellt am 10. Januar 2019 (04:49)
Perelli
Ortshighligt. Der neu gestaltete Platz soll noch im heurigen Jahr fertiggestellt sein. Er trägt zur Vergrößerung des Hauptplatzes bei.

Schon seit zwei Jahren arbeiten der Pfarrgemeinderat und Pfarrer Aby Puthumana an der Idee, den Kirchenplatz neu zu gestalten. Nun wird dieser Plan in die Tat umgesetzt.

„Der Ausgangspunkt war ein Glockenspiel. Die großartigen Möglichkeiten einer derartigen Einrichtung haben uns motiviert in vielen Gesprächen und Aktivitäten Ideen und Möglichkeiten zu finden, wie wir das bei unserer Kirche gestalten könnten“, so Pfarrer Puthumana.

Christian Perelli, ein Architekt aus Wien und freier Mitarbeiter der Forchtensteiner Baufirma Schöll, schuf die Basis für das nun entwickelte Konzept. Nach zahlreichen Treffen und Gesprächen mit den Verantwortlichen der Diözese Eisenstadt liegt nun die Genehmigung für die Umsetzung des Projektes „Kirchenplatz“ vor.

Der Platz zur Kirche soll geöffnet werden, somit wird der Blick mehr auf die zurückversetzte Kirche gelenkt, die dadurch besser zur Geltung kommt. Dadurch wird eine etwa 300 Quadratmeter große Fläche geschaffen, die zum schräg gegenüberliegenden Gemeindegebäude ausgerichtet ist. Es entsteht ein großer neuer Hauptplatz, der das Forchtensteiner Zentrum und damit das Ortsbild mit fremdenverkehrswirksamen Einrichtungen in Form einer neuen Kapelle und eines neuen Glockenspiels aufwertet.

Dazu wird die vorhandene Böschung abgetragen. Eine ellipsenförmige Stützmauer aus geriffeltem Sichtbeton, die vom Kloster bis zum Kirchenaufgang verläuft, wird errichtet. An der tiefsten Stelle in der Mitte beträgt der Abstand zwischen Mauer und Straße etwa dreizehn Meter.

Die Mauer ist in der Achse zum Gemeindegebäude ausgerichtet. Im Zentrum der Mauer entsteht eine rund geformte Kapelle mit einem Durchmesser von etwa vier Metern, darüber liegend wird ein Glockenspiel mit 13 Glocken errichtet.

In der Kapelle wird ein Marienbild mit dem Schriftzug „Ave Maria“ an den Innenwänden in vielen Sprachen das sakrale Zentrum bilden. Die Glocken am Glockenspiel tragen die Namen der zwölf Apostel. Die größte Glocke in der Mitte trägt den Namen „Jesus“.

Die Glocken werden elektronisch gesteuert und es können beliebige Klangmuster bis hin zu Kirchenliedmelodien programmiert werden.

Die 13 Glocken und 16 Schriftzüge werden von Familien aus Forchtenstein gespendet. In den Boden des Platzes aus Naturstein werden strahlenförmig Wegweiser in die Himmelsrichtungen der bedeutendsten Marienwallfahrtsorte gelegt, wie etwa Lourdes oder Fatima.

Eine Schätzung aller Gewerke hat Gesamtkosten über 500.000 Euro ergeben, die zum Teil von der Pfarre, aus Förderungen und einem Zuschuss der Gemeinde aufgebracht werden. „Wir schöpfen für die Sicherstellung der Finanzierung sämtliche verfügbaren Fördermöglichkeiten aus“, verspricht der Pfarrer.

Im April soll mit dem Bau begonnen werden, der noch heuer seinen Abschluss finden soll.

Wer sich an diesem Projekt mit einer Spende beteiligen möchte, kann sich an die Pfarre Forchtenstein wenden.