Fun- & Family-Bad: Umbauarbeiten in Schattendorf. Das 44 Jahre alte Schwimmbad erhält ab Herbst eine Generalsanierung. Die Kosten dafür belaufen sich auf insgesamt etwa zwei Millionen Euro.

Von Helga Ostermayer. Erstellt am 29. Mai 2020 (05:57)
Generalsanierung. Bürgermeister Johann Lotter (r.) und Vize Thomas Hoffmann im Schwimmbad, das generalsaniert wird.  Foto: zVg
zVg

Seit dem Jahr 1976 gibt es in der Gemeinde ein Schwimmbad. Jetzt muss dieses aufgrund vieler behördlicher und technischer Mängel generalsaniert werden.

„Im Laufe der Zeit änderte sich nicht nur das Nutzungsverhalten, sondern auch das Anforderungsprofil der Besucher. Zum aktuellen Stand erfüllt das Warmbad weder die gesetzlichen Voraussetzungen zur Instandhaltung, noch wird es dem Anspruch der Gäste gerecht“, stellt Bürgermeister Johann Lotter fest.

Aus diesem Grund soll auf ein multifunktionales Erlebnisbad unter Berücksichtigung der Aspekte der Ökologie und der Nachhaltigkeit umgerüstet werden. Die Umbauarbeiten starten voraussichtlich im Herbst unter dem Motto: „Kinder, Jugend und Familien“.

„Die Bevölkerung ist herzlich eingeladen, Ideen einzubringen“

Die Anlage soll zukünftig das ganze Jahr über genutzt werden. „Das Bad wird kleiner, aber effizienter werden. Da der Sprungturm und das dazugehörige Becken keiner behördlichen Auflage mehr standhalten, werden diese einer anderen Nutzung zugeführt. Insgesamt wird durch den Wegfall des Sprungturmes das Becken kleiner“, erklärt der Ortschef.

Die Kantine, derzeit in der oberen Etage angesiedelt, wird ihren Platz samt Freibereich neben dem ebenerdig gelegenen Bademeisterraum finden. Ein Jugendraum, ein Mehrzweckraum für Veranstaltungen und sonstiger Zusammenkünfte sowie ein Fitnessraum werden im jetzigen Kantinenraum geplant. Baubeginn dafür wird im Sommer 2021 sein.

Der Kinderspielplatz wird komplett erneuert und wird auch außerhalb der Badezeiten der Bevölkerung zur Verfügung stehen. Auch der im Areal befindliche Beachvolleyballplatz wird neu gemacht und ganzjährig geöffnet sein.

Zusätzlich wird eine Boccia-Bahn errichtet, um einen Spielplatz der Generationen zu schaffen, weiters soll es auf dem Areal die Möglichkeit zum Campen geben. Das Dach wird mit erneuerbarer Energie (Photovoltaik) zum Aufheizen des Bades und zur Einspeicherung des restlichen Stromes in das Netz genutzt werden. Der Eingangsbereich wird zukünftig barrierefrei ebenerdig, beim Raum des Bademeisters, angesiedelt. Die Wasserrutsche wird bleiben und zusätzlich werden im Schwimmbereich Startsockel installiert.

„Die Bevölkerung ist herzlich eingeladen, Ideen einzubringen. Die Gemeinde ersucht um Vorschläge und Meinungen, um diese im Gesamtkonzept einbauen zu können. Wir freuen uns besonders über Ideen für die zukünftige Nutzung des Sprungturmes. Es sind dafür bereits Vorschläge wie Kletter- oder Aussichtsturm bei uns eingelangt“, so Lotter.

Für die Generalsanierung des Schwimmbades wird von einer Gesamtkostenschätzung von 1,95 Millionen Euro ausgegangen. „Neben der Attraktivierung des Freizeitzentrums ist dies aber auch ein wirtschaftlicher Aspekt, der die regionale Wirtschaft gerade in Zeiten wie diesen stärken wird“, ist der Ortschef überzeugt. Er fährt fort: „Das Bad ist und bleibt auch in Zukunft ein wesentlicher Baustein der Lebensqualität für die Einwohner und die Gäste von auswärts. Die Anlage wird weiterhin als Freizeitzentrum für alle Altersgruppen dienen.“