Mattersburg: Das will die SPÖ umsetzen

Erstellt am 25. August 2022 | 04:13
Lesezeit: 4 Min
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Thomas Tschach, Bürgermeisterin Claudia Schlager, Vizebürgermeister Otmar Illedits, Viktoria Lehrner-Fabes und Gemeinderat Markus Pinter präsentierten das Wahlprogramm der SPÖ.
Foto: Richard Vogler
Claudia Schlager und ihr Team präsentierten ein umfangreiches Wahlprogramm.

Die Bezirkshauptstadt ist seit Jahrzehnten eine „rote“ Gemeinde. Lediglich von 1991 bis 1999 gab es mit „Pepi“ Resch einen ÖVP-Bürgermeister.

Bei den letzten Wahlen im Jahre 2017 hielt die SPÖ mit 14 Mandaten ihren Stand, die ÖVP gewann eines dazu (aktuell acht Mandate), die FPÖ und die Grünen verloren jeweils ein Mandat und die neu angetretene Liste Zukunft Mattersburg (LZM) schaffte ein Mandat. Die SPÖ besitzt somit die absolute Mehrheit - 51,31 Prozent sind jedoch kein großer Vorsprung.

Bis Ende 2021 war Ingrid Salamon Bürgermeisterin, nach 22 Jahren übergab sie ihr Amt an Claudia Schlager. Gemeinsam mit Vizebürgermeister Otmar Illedits, den Gemeinderäten Thomas Tschach und Markus Pinter sowie Viktoria Lehrner-Fabes (sie kandidiert an Stelle 6 der SPÖ-Liste) präsentierte sie das Wahlprogramm.

Eine große Anzahl an Punkten und die Zukunft wird weisen, ob dies auch umgesetzt wird.

Nachstehend das zusammengefasste Programm:

„Grüne Lunge“: Diese soll eine zusammenhängende Grünfläche zwischen dem neuen Rathaus in der Michael Koch-Straße und dem Veranstaltungsplatz werden.

E-Mobilität: Man will den Mattersburgern den Zugang zur E-Mobilität erleichtern. Dazu gehören erweiterte Radwege, der Ausbau des MABU, die Aufstockung von E-Ladestationen und auch die Forcierung der Lastenräder.

Streuobstwiese: Entlang der Rad- und Wanderwege am Stadtrand ist geplant, eine Streuobstwiese anzulegen.

Spielplatzerneuerung: Mattersburg und Walbersdorf verfügen derzeit über 42.500 Quadratmeter an öffentlichen Spielplätzen. Jedes Jahr soll ein Spielplatz erneuert und verbessert werden.

Ausbau Kinderbetreuung: Knapp 600 Kinder gehen in einen der vier Kindergärten und in die Volksschule. Auch in Zukunft soll die Kinderbetreuung in der Stadt ausgebaut werden.

Wirtschaftspark: Bereits vor einiger Zeit wurde ein großes Areal für einen weiteren Wirtschaftspark angekauft, dieses befindet sich direkt neben dem bereits bestehendem (bei der B50 - dort, wo der Busparkplatz der Firma Blaguss angesiedelt ist). Diese Grundstücke sollen Unternehmen günstig zur Niederlassung angeboten werden, wobei auch klimapolitische Aspekte berücksichtigt werden müssen.

Ausbau Bürgerservice: In Zukunft soll das Bürgerservice auch Informationen zu Lehrstellenplätzen, Suchtmittelberatung oder Wohnungssuche anbieten und organisieren.

Leistbare Bauplätze: Im Rahmen des Stadtentwicklungsplanes 2030 will man Flächen für Bauplätze reservieren, um das Ortsgebiet weiter zu verdichten, um so den Quadratmeterpreis zu senken.

Grünes Bauen und Wohnen: Geplant ist, ein Informationsangebot für „grünes Wohnen“ zu Förderungen, Bonusmöglichkeiten (Handwerkerbonus) und Energiesparprojekten anzubieten.

Junges Wohnen: Das Wohnen soll speziell für junge Menschen leistbarer gemacht werden. Ein Grundstück in der Schubertstraße dafür wurde bereits angekauft.

Frauenpolitik: Unter anderem sollen eineReihe von Selbstverteidigungskursen angeboten werden, an denen Frauen teilnehmen können.

Innenstadt: Das Projekt für die „neue“ Innenstadt wurde bereits gestartet. Beim Bürgerbeteiligungsprozess wurden dazu auch einige Ideen eingebracht. Genannt wird von der SPÖ eine Begegnungszone in der Degengasse, mehr Bäume und Grünoasen, die Schaffung von Kommunikationsplätzen und Schanigärten.

Neues Rathaus: Dieses wird in der Michael Kochstraße gebaut werden.

Parkleitsystem: Um die Suche von Abstellplätzen zu erleichtern, soll dies umgesetzt werden.

Nahversorger in der Wienerstraße: Viele Mattersburger wohnen in diesem Bereich, aus diesem Grund will man einen Nahversorger ansiedeln.

Pappelstadion: Dieses soll nicht nur als Sport-, sondern auch als Veranstaltungsort dienen.

„Pappel.Punkt“: Der hintere Teil des ehemaligen SVM-Cafe wird künftig „Pappel.Punkt“ heißen. Es soll in Zukunft für Jedermann für Events mietbar sein.

Jugend und Pensionisten: Es soll ein Jugendplatz, ein Jugendrat und ein Bewegungspark für Generationen geschaffen werden.

Sport und Freizeit: Ein „Pumptrack“ (eine spezielle Bike-Strecke) und ein Callisthenics-Park ist geplant.