Wiesen-Festival „Alles Erdbeere“ wurde nominiert. Das Familien- und Genussfestival 2018 wurde für den Nachhaltigkeits-Wettbewerb in die Nominierung aufgenommen.

Von Helga Ostermayer. Erstellt am 26. Juni 2019 (03:59)
William Tadros
Grünes Wiesen. Um Energie zu sparen und CO2-Emissionen zu reduzieren, wurde 2013 auf dem begrünten Dach der Gastronomiehalle eine Photovoltaikanlage installiert.

Die besten Sportveranstaltungen, Kulturevents, Feste und Sportvereine im Sinne der Nachhaltigkeit werden jährlich im Rahmen der Green Events Austria Gala ausgezeichnet. Heuer wurde die Bogner Veranstaltungsges.m.b.H. in der Kategorie Feste mit dem Familien- und Genussfestival „Alles Erdbeere“ 2018 nominiert.

„Aufgrund seiner Lage war der Naturaspekt integraler Bestandteil der Gründungsphilosophie der Wiesen-Festivals und trägt bis heute wesentlich zur Attraktivität und Besonderheit Wiesens bei. "

Juliane Bogner schildert: „Aufgrund seiner Lage war der Naturaspekt integraler Bestandteil der Gründungsphilosophie der Wiesen-Festivals und trägt bis heute wesentlich zur Attraktivität und Besonderheit Wiesens bei. Um den ökologischen Fußabdruck zu verringern, wurden schon früh zahlreiche Schritte gesetzt, um die Auswirkungen auf die Umwelt möglichst gering zu halten. In den Bereichen Wasser, Energie und Mülltrennung nimmt Wiesen bereits eine Vorreiterrolle in der österreichischen Festivallandschaft ein.“

Sie fährt fort: „Ein wichtiger und schon relativ früh umgesetzter Punkt unseres Ökokonzeptes ist die Reduzierung des Wasserverbrauches. Beim Neubau unserer Besucher-WCs im Jahr 1997 haben wir ein 54.000 Liter fassendes Regenwasser-Sammelbecken unter dem Sanitärgebäude geschaffen.

Weiters wurde 2013, um Energie zu sparen und CO2-Emissionen zu reduzieren, auf dem begrünten Dach der Gastronomiehalle eine Photovoltaikanlage installiert. Die zweite Anschaffung, die sich solare Energie zu Nutze macht, ist die thermische Solaranlage. Für die Warmwasseraufbereitung sind vier Stück Vakuumröhren-Kollektoren mit einer Leistung von 12 kW in Betrieb. Das gesamte Warmwasser für Küche, Waschmaschine, Handwaschbecken, Duschen und Becherwaschanlage wird so erwärmt. Das gleiche System, das hilft den Wasserverbrauch sparsam zu verwalten, steuert auch die Beleuchtung, die zu 90% aus energieeffizienten Leuchtmitteln (LEDs und Energiesparlampen) besteht.

Auf einer Dachfläche von 1.500 Quadratmetern blühen heimische Pflanzen und bieten Insekten und Kleinlebewesen einen natürlichen Lebensraum. Die bepflanzten Dächer dämpfen Lärm, halten die Gebäude kühl, vermeiden den Einsatz von Klimaanlagen und sparen weitere CO2-Emissionen.

„Durch die Zusammenarbeit mit lokalen Betrieben verwenden wir Mehrweggebinde, die den Lebensmittelproduzenten wieder zurückgegeben werden. "

Um die Müllmengen zu senken, werden Mehrwegbecher verwendet, die mit einer Becherwaschanlage vor Ort gereinigt und wieder verwendet werden. Das Becher- und Dosenpfand hilft außerdem dabei, den Müll zu trennen und anschließend den Recyclingstationen zu übergeben.

„Durch die Zusammenarbeit mit lokalen Betrieben verwenden wir Mehrweggebinde, die den Lebensmittelproduzenten wieder zurückgegeben werden. Auch bei den Getränken setzen wir auf Mehrweg. Wir verwenden Fässer und Container sowie Pfandflaschen und Konzentrate, die vor Ort abgemischt werden. Beim Einkauf unserer Einwegteller achten wir darauf, dass sie entweder kompostierbar oder aus erneuerbaren und recycelten Materialien bestehen“, so die Veranstalterin, die sich über die Nominierung natürlich sehr freut.