Schattendorf: Natur(schutz) kennt keine Grenzen

Erstellt am 24. September 2022 | 05:46
Lesezeit: 3 Min
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Ein Spaziergang am Grünen Band macht den Zauber der unberührten Natur samt ihrer Tierwelt sichtbar.
Foto: BVZ
Bei einer Grenzwanderung wird die erste Grenzmarke enthüllt.

Jedes Jahr im September wird in ganz Europa das Grüne Band gefeiert. Zahlreiche Veranstaltungen und Initiativen machen auf das internationale Naturschutzprojekt im Herzen Europas aufmerksam. Um die besondere Natur am ehemaligen Eisernen Vorhang sichtbar zu machen, wird heuer die erste einer Serie von Grenzmarken am Grünen Band enthüllt.

Dazu gibt es am Samstag, 24. September, eine Wanderung entlang der Grenze, Treffpunkt ist um 9.30 Uhr beim Grenzgedenkplatz am Grenzübergang, wo auch der Obelisk enthüllt wird.

Der Ausklang der Wanderung erfolgt um etwa 16 Uhr in der Schuhmühle. Altbürgermeister und Mitorganisator Johann Lotter meint: „Ich freue mich, dass wir in Schattendorf eine aktive Gruppe haben, die sich um das Grüne Band kümmert. Es ist für mich wichtig, dieses Grüne Band wieder vor den Vorhang zu holen, um aufzuzeigen, welche Flora und Fauna sich in den letzten Jahrzehnten beim ehemaligen Eisernen Vorhang entwickelt hat. Wie müssen daher versuchen dieses Naturjuwel nicht nur in Schattendorf, sondern im ganzen Burgenland zu erhalten und zu pflegen.“

Neue Grenzmarke wird in Schattendorf enthüllt

Schattendorf ist die erste Gemeinde am Grünen Band, in der das gemeinsame Naturerbe mit der Errichtung einer neuen Grenzmarke gefeiert wird. Im Rahmen der Wanderung kann die Tierwelt und die Vielfalt an Kräutern und Wildfrüchten bewundert werden. Für den grenzmarkierenden Obelisk dient die jahrhundertealte Tradition der Grenzsteine als Vorbild – sie kennzeichnen Staatsgrenzen, ohne eine Barriere für Mensch und Tier zu schaffen.

Die neu errichtete Grenzmarke macht das Grüne Band als besonderes Naturrefugium und Kulturraum sichtbar und informiert über die Entwicklung von damals bis heute. Auf Deutsch, Ungarisch und Englisch erfahren Interessierte mehr über den historischen Hintergrund, das gemeinsame Naturerbe in der Region, die grenzüberschreitenden Naturschutzmaßnahmen sowie über das Grüne Band Europa.

Gemeinsam mit 151 Gemeinden am Grünen Band will der Naturschutzbund so ein Bewusstsein für die nahezu unberührte Natur am ehemaligen Eisernen Vorhang schaffen.

Grünes Band hat eine Länge von 12.500 Kilometern

Das Grüne Band Europa – ein Band des Lebens von Finnland bis zum Schwarzen Meer – hat eine Länge von über 12.500 Kilometer, davon befinden sich knapp 1.300 Kilometer in Österreich. Es verbindet auf dem Gebiet des ehemaligen Eisernen Vorhangs unterschiedlichste Habitate und ist Lebensraum und Zufluchtsort für eine Vielzahl bedrohter Tier- und Pflanzenarten.

Als wichtige „grüne Infrastruktur“ ist es das Rückgrat eines paneuropäischen Biotopverbunds. In einer breit angelegten Initiative setzen sich deshalb Regierungs- und Nichtregierungsorganisationen aus 24 Anrainerstaaten für den Schutz und die Entwicklung des Lebensraumverbundes vom Eismeer bis zum Schwarzen Meer ein.

Weitere Informationen rund um das Grüne Band unter www.gruenesband.at.