Saurer Apfel geht an die Fußballer. Über die Lage im Fußball nachdem in Mattersburg die Banken-Blase platzte.

Von Patrick Bauer. Erstellt am 23. Juli 2020 (04:35)

Was da vor knapp einer Woche in und rund um Mattersburg passierte, grenzt an Wahnsinn. Der seit zwei Dekaden als burgenländisches Fußball-Aushängeschild anerkannte Bundesligist vom SV Mattersburg, könnte im Zuge des Commerzialbank-Skandals um Präsident Martin Pucher seine Erstklassigkeit verlieren. Aber nicht nur der SVM, weitere Vereine und Sportler sind betroffen. Fix eingeplantes Budget ist vom einen auf den anderen Tag verloren. Und auch wenn die Vereins-Fortbestände vorerst gesichert scheinen, sind die Etat-Löcher schwer zu stopfen.

Wie geht es also weiter? Es wird nur durch das Gutdünken der Kickerzunft funktionieren. Diese können für die Fehlleistungen einiger weniger nichts, in den sauren Äpfel werden sie dennoch beißen müssen. Nur so können die vom Skandal betroffenen Vereine weiter existieren, denn das Kaderbudget nimmt das Gros des Etats ein und bietet daher die größte Chance, die nötigen Einsparungen vorzunehmen.

Es braucht Solidarität den Klubs gegenüber und die Liebe zum Sport. Etwas, was im „Fußball-Größenwahn“ der vergangenen Jahre, oft auf der Strecke blieb. Aufwände für sein Hobby mit gutem Geld abgegolten zu bekommen, ist schön. Zwingend notwendig ist es aber nicht. Da kann man gerne in fast allen anderen Sportarten nachfragen.