Baubeginn von Hochwasserschutz noch offen

Das geplante Rückhaltebecken ist vorerst noch aufgeschoben; Anrainerversammlung ist der nächste Schritt.

Christian Artner Erstellt am 07. Juni 2020 | 05:58
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Krensdorfs Bürgermeister Karl Izmenyi: „Mit Rückhaltebecken werden wir aber in Zukunft auf einer noch sichereren Seite sein.“
Foto: BVZ

Der Sommer steht vor der Türe und damit steigt auch die Wahrscheinlichkeit von Unwettern und Überschwemmungen. Ein probates Mittel, Ortschaften gegen solche Umwelteinflüsse zu schützen, sind Rückhaltebecken. In Krensdorf bei der Ortseinfahrt von Sigleß kommend sollte ein solches bereits Ende März in die Wege geleitet werden. Damals war eine Anrainerbesprechung geplant gewesen, die allerdings durch die Pandemie-Beschränkungen abgesagt wurde.

„Ich kann allerdings noch nicht sagen, wann diese Veranstaltung nachgeholt wird“, äußert sich Bürgermeister Karl Izmenyi dazu. „Wir als Gemeinde müssen aber mit den Grundeigentümern in dem betroffenen Bereich klären, ob eine Bereitschaft vorhanden wäre, die Grundstücke einzulösen, damit das Rückhaltebecken realisiert werden kann.“ Mit bis zu fünfzig Grundeigentümern müssen diesbezüglich Verhandlungen geführt werden, erklärt Izmenyi.

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Auch in der SPÖ rund um Vizebürgermeister Gerald Jagschitz ist man sich über die Sinnhaftigkeit des Rückhaltebeckens einig.
BVZ

Auch die Finanzierung des Projekts sei durch die Corona-Krise etwas schwieriger als noch im März gedacht, lässt Vizebürgermeister Gerald Jagschitz (SPÖ) durchklingen (ÖVP und SPÖ sind sich grundsätzlich über die Sinnhaftigkeit eines Rückhaltebeckens und auch die Art und Weise der Umsetzung einig). „Derzeit haben wir durch Corona mehr Ausgaben und Bedarfszuweisungen sind viel weniger geworden“, so Jagschitz. Bund, Land und Gemeinde würden allerdings die Kosten, die mit etwa drei Millionen Euro veranschlagt werden, teilen. Auch von Seiten der EU würde es Förderungen geht, sagt Jagschitz: „Die laufen aber im Dezember aus. Die Frage ist, ob diese Förderungen wegen Corona um ein Jahr verlängert werden.“ Denn ob das Rückhaltebecken dieses Jahr noch gebaut wird, stehe noch nicht fest. „Der nächste Schritt der Gemeinde und der Verantwortlichen in der Landesregierung ist die Veranstaltung bezüglich der Grundeinlösung“, gibt Bürgermeister Izmenyi bekannt. „Danach kann man die weiteren Schritte setzen.“

Vollkommen ungeschützt gegen Überschwemmungen ist Krensdorf jedoch nicht. Vor zwei Jahren wurde bereits ein neuralgischer Punkt bei der Mühlgasse entschärft. Bei der Brücke befand sich ein Mittelpfeiler, bei dem sich ständig Treibholz und dergleichen angesammelt hat. „Die Brücke wurde neu gebaut, wodurch ein verbesserter Wasserdurchfluss gewährleistet wird“. Außerdem wurde letztes Jahr das Bachbett teilweise mittels Bagger gereinigt.

„Das hat schon einiges entschärft. Mit dem Rückhaltebecken werden wir aber in Zukunft auf einer noch sichereren Seite sein“, so Izmenyi.